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Sunday, 10 February 2013

Zwei Hochzeiten und jetzt bloß keinen Todesfall

Innerhalb der letzten zwei Wochen bin ich auf zwei Hochzeiten eingeladen worden, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

1) Meine Freundin M, die vor einiger Zeit in einem Club C begegnet ist, der vor mehr als einem Jahrzehnt bei mir im Philosophie-Kurs saß, hat ihren großen Tag im August. Nach einigen Problemen mit ihrer Familie, scheint sich da alles wieder ins Lot zu bewegen, und als Resultat kann ich es kaum erwarten!
Seit ich davon weiß überlege ich mir schon was ich anziehe, wie ich meine Haare will, Schuhe etc...

2) Freundin L, die Ihren Freund, den sie auf Craigslist vor sechs Wochen kennen gelernt hat, der sie schon nach einer Woche heiraten wollte, und mit dem sie Ende März schon zum Standesamt rennt. Das ganze ist eine furchbar schlechte Idee, nicht nur weil seine Familie traditionell chinesisch ist, und das gar nicht so gut findet, dass sie eben keine Chinesin ist. Darauf angesprochen meinte sie nur: "Ich weiß dass das eine schlechte Idee ist, ich mach es trotzdem. Wenn es schief geht, geht es halt schief". Da darf ich Magenschmerzen haben, oder?

Tuesday, 29 January 2013

Könnt Ihr noch was hören?

Auf Twitter geht ja gerade der #aufschrei umher, und weil ich es wichtig finde, dass man endlich mal zuhört, schreib ich da auch mal eine Erfahrungen zu:

Ganz ehrlich, die 5 Mal, die das Kännchen-Cafe vorschlägt, kommen da hinten und vorne nicht hin.

Das fing schon in der Schule an, als einer der Jungs zu mir meinte, ich sei so "hässlich, ich sollte mich umbringen und der Welt damit einen Gefallen tun". Und ich sollte meine Beine bedecken (trug Rock) weil er beim Anblick meiner Beine "kotzen müsse".

Das ging weiter als 17 Jährige, als Männer am helligten Tag neben mir im Auto runterbremsten nur um zu fragen wieviel ich pro Stunde koste.

Und dann war noch das Mal, an dem ich mich gegen einen agressiven Typen gewehrt habe, und der mir zum Dank ins Gesicht spuckte. Ein Taxifahrer der mich sah hat mir ein Taschentuch gegeben und mich umsonst nach Hause gefahren.

Oder jedes Mal, an dem ein Gast in der Bar meinte, mich anfassen zu müssen, nur weil er für 3,50 ein Bier gekauft hat.

Oder meinte, meine Oberweite kommentieren zu müssen. Oder meinen Hintern.

Und noch das mal an dem Mein ehemaliger Chef mir einen total lustigen Vergewaltigungswitz erzählte. Ich lache immer noch.

Und jedes Mal wenn einer meint "Ist doch nur ein Scherz" und "Du musst doch auch mal ein bisschen Spaß verstehen".

Und jedesmal wenn wieder ein nicht betroffener fragt, obe es denn nichts wichtigeres gäbe.

Jedes Mal, wenn eine Frau doch wieder nach dem Kinderwunsch im Jobinterview gefragt wird, und genau weiß, dass sie ja sowieso verloren hat, egal was sie jetzt sagt.

Jedes Mal, wenn man Frauen sagt, dass sie bloß X nicht anziehen ssollen und um Y Uhr sich in Z aufhalten soll, denn eigentlich sind sie es ja selber Schuld, aber niemals Männern sagt, einfach mal nicht Frauen zu bedrängen, belästigen und zu vergewaltigen.

Jedes Mal, wenn Männer schreien, dass Frauen das alles aber auch können. Wirklich? In diesem Ausmaß? Mit den gleichen Folgen und Konsequenzen? Mit dem gleichen Gefühl, nicht richtig reagiert zu haben, sich dafür zu schämen, dass man das überhaupt an sich ranlässt? Mit dem gleichen Entsetzen darüber, wie normal vieles davon uns schon geworden ist?

Ich glaube einfach, wir schreien alle noch gar nicht laut genug.

Hab es gerade nocheinmal gelesen, und wieder sind mir mindestens 10 Begebenheiten eingefallen.

Saturday, 1 December 2012

An die Nieren

Facebook ist vielleicht einer der größten Zeitverschwender die es gibt, es hilft aber auch großartig dabei, mich auf dem Laufenden zu halten, was Leute angeht, die ich nun nicht unbedigt perönlich sehen muss. 
Exfreunde zum Beispiel.

Es hat mich unter anderem auch auf die seltsame Begebenheit hingewiesen, die einer Bekannten widerfahren ist:

Seit einiger Zeit ist sie, mit der ich mal enger befreundet war, schon mit ihrem Freund zusammen. Seit dem in etwa, habe ich sie nicht mehr wirklich gesehen und man hat sich aus den Augen verloren. Durch Facebook allerdings, konnte ich ihre Geschichte verfolgen, die alleine statistisch schon bemerkenswert ist. Ihr Freund brauchte nämlich eine neue Niere. Und wer ist der passende Spender? 

Sie! 

Selbst bei Geschwistern liegt die warscheinlichkeit, dass man ein passender Spender ist bei nur etwa 25%.
Dass ausgerechnet die eigene Freundin geeignet ist, macht eine Warscheinlichkeit von wieviel? Kann das mal einer ausrechnen? Ich meine das ist n etwa wie im Lotto gewinnen, außer dass es noch viel viel besser ist.

Was mich aber nachdenklich gemacht hat, ist folgendes: Die Frage, ob man jemandem die eigene Niere geben würde.
Ab wann wird das selbstverständlich? Mit Hochzeit, ab einer gewissen Beziehungsdauer?Wo liegt der Auslöser dafür, dass man sagt: "Dir gebe ich einen Teil meines Körpers".
Das Risiko ist ja schließlich, dass die verbleibende Niere irgendwann versagt, und man keine zweite mehr hat, die einspringen kann.

Würdet Ihr eurem Partner/Partnerin eure Niere geben? 

Sunday, 3 June 2012

Seuche

Kinders, ich hab die Seuche.

27 Jahre lang hab ich es geschafft ihr auszuweichen, jetzt hat es mich auch erwischt.
Irgendein Voll****t (wahrscheinlich SMQ, erm) hat mich mit Herpes angesteckt.

Das heißt in meinem Fall, dass ich gerade die ach so appetitlich klingende "Mundfäule" (guten Appetit!) habe, Ein Schicksal das ich mit einer Schar 1-6 Jähriger teile, da dieses Phänomen hauptsächlich Kinder und nur selten Erwachsene ereilt.

Wer das schon mal hatte (und sich daran erinnern kann), der weiß wie höllisch mir gerade das Maul brennt! (Das kann man gerade nicht eleganter ausdrücken, ohne an Realität einzubüßen!)

In einem Anfall von Wahnsinn habe ich dann auch gestern, nach dem mir der Arzt zu Vitaminpräparaten geraten hat, einen frischen O-saft gekauft.
Ich sag euch, das hat gebrannt wie London im Jahre 1666!

Essen geht auch gar nicht, weshalb selbst mein thematisch wohlgewähltes Sandwich mit Coronation Chicken eine einzige Qual war. Ich kann also im Moment die gleichen Dinge essen, wie das noch immer zahnlose Kind meiner Freundin E.

Das hat auch Vorteile:

1. Mein Speiseplan besteht derzeit aus sämiger, lauwarmer Suppe, Pudding, Eiscreme, Cheesecake (der im Gegensatz zu Käsekuchen nicht gebacken wird) und Yoghurt. Und Noodles, solange in der Mischung a) nichts zu hartes ist, und das ganze b) nicht scharf ist.
Ginge schlimmer.

2) auf Grund der Tatsache, dass mir permanent die Futterluke schmerzt, kann ich jeweils nur kleine Mengen zu mir nehmen,die ich mit gekühlter Cola-Light (halle Werbevertreter, meldet euch bei mir!) herunter spüle, schadet das nicht nur nicht meiner Figur, sondern ich nehme durch den Spaß sogar ab!
Da kann ich mir, sobald der Mist wieder weg ist, erstmal richtig zuschlagen.

Ich in einer Woche (hoffentlich)

Wisst ihr, was richtig fies war? Nicht nur, dass ich das halbe Training mit schmerzendem Gesicht hinter mich bringen musste, nein!

Am allerschlimmsten war, dass ich heute auf einem Tagesfestival in Victoriapark war, in dem die Futterstände mal ausnahmsweise großartiges Essen angeboten hatten, alles von original neapolitanischer Pizza (!!!), über Tapas, Raclette, Curries, Churros, Jerk Chicken, Tacos, Currywurst (!!!), Burger aus Straußenfleisch bis hin zu Törtchen und Waffeln im Angebot hatten. Alles sah unfassbar lecker aus, ich hab ein riesen Loch im Bauch, und was kann ich davon essen? NIX! Und das ist doch so tragisch, weil ich doch am liebsten immer essen würde.
Was hab ich gegessen? Gebratene Soba-Nudeln ohne alles, weil ich nicht kauen kann ohne vor Schmerz Hausfassaden zu erklimmen. Unfair! Ich bin eh mehr für Streetfood und dafür weniger Fastfood.
Zu allem Überfluss hat es auch wie aus Eimern geschüttet.
Irgendwann haben wir dann vor den mir übel gestimmten Göttern des Olymps kapituliert und sind Kuchenessen (oder in meinem Fall: lutschen) gegangen.
Mein Kiwi-Cheesecake mit Schokobiscuitboden war nicht nur lecker, den konnte ich sogar prima lutschen!

Meine Zahnlose Omma (RIP) wäre stolz gewesen, dass ich die Tradition so rühmlich fortführe!

Gottseidank muss ich auch bis Mittwoch nicht ins Büro, denn mit dem ganzen Aua will ich da auch nicht sitzen.

Wer also Vorschläge hat, wie ich mich die nächsten zwei Tage ablenken kann, immer her damit!



Wednesday, 30 May 2012

Nicht mit mir, Bubi.

Es gibt Männer, es gibt Jungs, und es gibt arme Würstchen.

Zu letzteren gehören mit Sicherheit die 4 Spaten, die meinen, Ein vom Chef bezahlter Trainingskurs ist der richtige Ort, um Kursteilnehmerinnen sexuell zu belästigen.

Nein, ich wollte nicht das Bild sehen, auf dem das "Prachtstück" des einen, sammt engagierter Freundin zu sehen war.

Auch gefiel mir das gleiche Bild nach Bearbeitung durch Photoshop und Addition eines Piratenhuts, Augenklappe und Rumflasche nicht.

Auch haben die Würstchen mich nicht zu fragen, welche Größe ich beim männlichen Geschlecht bevorzuge.

Und erst recht nicht haben sie vorzuschlagen, dass einer der 4 Das Bild an seine Freundin schicke, mit der Erklärung, dass es sich bei der Dame im Bilde doch um mich handle.

Weil sie aber Würstchen und eben keine Jungs sind, befürchten sie nicht, dass dieser kleine "Spaß" Konsequenzen haben wird.

Da ich aber eben jene Schilderung sowohl an das Büro vor Ort, als auch in der Heimatstadt geschickt habe, bin ich mir sicher, dass es eben doch Konsequenzen haben wird.

Nicht zuletzt, weil unseren Chefs (die ja schließlich teuer für den Spaß bezahlen) eine riesen Summe dafür bezahlt haben, uns zu "Top-Professionals" auszubilden.

Die Tatsache, dass die 4 es nicht schafften, sich auch nur 5 Minuten mit einer Frau in einem geschlossenen Raum aufzuhalten, ohne sich komplett als zivilisierte Menschen zu disqualifizieren, zeigt eindeutig, dass das mit dem "professionell" noch dauert.

Tuesday, 3 April 2012

Cyberdeath

Gerade eben hatte ich es mit meinem ersten Cyber-Todesfall zu tun. Darunter verstehe ich das Versterben einer Person, die man zwar "nur" aus dem Netz kannte, die man aber trotzdem irgendwie zu kennen glaubt, und vielleicht auch in bestimmten Aspekten besser kennt, als die, die direkt um einen herum sind. Euch erzähle ich ja auch Dinge aus meinem Leben, die ich sonst nicht unbedingt jedem aufs Brot schmiere.

In diesem Fall handelte es sich um jemanden  ein paar Jahre älter als ich, aber immer noch weniger als 20 Jahre Unterschied. Bei Twitter gibt es ein Mitglied, dass aktiv über die Nachbarschaft twittert, und als es in einer Diskussion um meinen Lieblingsasiaten ging, war ich voll mit dabei, und weil sie genauso auf deren Essen stand wie ich, fing man an zu quatschen. Erst über Essen, dann über Anderes, und irgendwann fragte man dann auch einfach so, wie es der Anderen gerade ging. Über mehr ging es nie hinaus, und trotzdem hab ich immer ab und zu an Sie gedacht, wenn ich beim Asiaten saß und Soyabohnen knabberte. Über die hatten wir uns auch des öfteren unterhalten, die sind nämlich dort besonders gut.

Vor kurzem, nachdem ich meine Magenspiegelung hatte, es ist also maximal 4 Monate her, schrieb sie mir, dass sie auch oft Magenprobleme hätte, bei der Untersuchung aber nichts rausgekommen sei.
Im Februar dann lese ich, dass sie im Krankenhaus ist, weil ein melonengroßer Tumor in ihrem Unterleib gefunden wurde. Was gruselig ist, denn ich hätte vermutet, dass man den auf Grund ihrer zierlichen Figur (Fotos und was es nicht alles gibt im Netz) schon bemerken hätte müssen, aber so kann man sich täuschen.

Was mich allerdings da schon beeindruckt hatte: Hätte man bei mir von heute auf morgen einen Tumor in der Größe einer Wassermelone(!!!) gefunden (sie war da sehr spezifisch), ich währe in Panik versunken, durchgedreht und hätte mich aufgegeben. Statt dessen war sie immer positiv, zu scherzen aufgelegt, und wusste heiter aus dem Krankenhausalltag zu berichten.

Und Updates über den Speiseplan gab es auch immer. Anfang März bekam sie dann Erlaubnis, nach der Op über's Wochenende nach Hause zu gehen, weil Blutwerte etc vielversprechend waren.

Und dann wurde es still. Weil Twitter dann doch eine Flut von Nachrichten ist, und ich in der letzten Zeit doch Stress mit Arbeit und allem hatte, hatte ich nicht weiter drüber nachgedacht, nichts mehr gehört zu haben. Man verpasst sich ja auch schnell, und jemand , von dem man erwartet, er sei auf dem Weg der Besserung, hat ja bestimmt auch Anderes zu tun.

Heute dann, als ich nach einem durchwachsenen Tag nach Hause kam, überkam mich dann die Lust auf eben jenen Asiaten. Und da dachte ich dann an sie, und wollte wissen wie es ihr geht. Ich suchte also ihr Profil, und musste feststellen, dass sie von uns gegangen ist. Von uns als virtuelles Mitglied einer kleinen semivirtuellen Gemeinde, deren Spuren doch ganz real in der Nachbarschaft zu finden sind. Von ihrem reellen Umfeld, das am Boden zerstört sein muss.
Einen Tag vor ihrem Ableben war sie noch optimistisch, machte Verabredungen mit Freunden, hatte ein offenes Ohr für deren Klagen über suboptimale Wohnsituationen. Alles nichtig im Hinblick auf das jetzt.

Ich finde es bedrückend, dass soetwas so schnell passieren kann, Jemandem, den man irgendwie dann doch ein bischen kennt, aber nicht gut genug, um sich irgendwie anmaßen zu können, große Beileidsbekundigungen zu machen. Das steht mir und keinem sonst auf Twitter zu (außer denen, die sie in "Echt" kennen). Ich fände das als Angehöriger auch seltsam.

Statt dessen werde ich heute wie eh geplant zum Asiaten gehen, den sie genauso sehr mochte wie ich, und ihr Lieblingsessen bestellen (dass ich gottseidank auch mag). Und mir dabei vor Augen halten, wie schnell alles vorbei sein kann.
Ich glaube, das hätte sie gut gefunden.


PS: Man hat mir heute gesagt, dass ich warscheinlich bis Juni unbezahlt frei habe, das ist in Anbetracht der Neuigkeit aber eher unwichtig.

Friday, 9 March 2012

Die verlorenen Jungs - update

Da erfährt man dann vom dem, der es raus geschafft hat, dass das Ganze schon seit 2 Jahren so geht.

Dass der andere Leute überfällt, einbricht, und selbst seinen besten Freund beklaut.

Dass er regelmäßig wegen Infektionen im Krankenhaus ist.

Dass er im Knast warscheinlich nur noch tiefer rein rutschen würde.

Dass es nicht "nur" Heroin ist, sonder auch Crack. Scheiße.

Dass er das ganze demjenigen zu verdanken hat, der auch schon selbst Schlagzeilen gemacht hat, weil er Mitte der 00er Jahre mit einem Model zusammen war, deren Nase ein Gespür für Schnee hat(te).

Dass er wirklich so dumm war, gerade von dem Volltrottel auch nur irgendetwas anzunehmen.

Dass es schon länger geht als gedacht.

Dass er viel mehr getäuscht hat, als wir alle dachten.

Dass man sowas nicht unbedingt merken muss, jedenfalls nicht am Anfang.

Dass wenn man es merkt, die Kacke schon am dampfen ist.

Dass es wirklich jeden Treffen kann, egal wie der familiäre Hintergrund.

Dass man immer denken wird, man könne etwas tun.

Dass nur er alleine etwas tun kann.

Dass er das warscheinlich nicht wird.

Dass ich damit rechnen muss, noch vor dem Ende dieses Jahrzehnts Freunde begraben zu müssen.

----------

Muss ich jetzt erstmal alles verdauen.

Thursday, 1 March 2012

Die verlorenen Jungs

Ich hab ja schon mal berichtet, dass Freunde von mir vom rechten Weg abgekommen sind, und sich fleißig ihr eigenes Grab schaufeln.

Verlorene Jungs im wahrsten Sinne des Wortes - leider.

Um so schöner ist es dann, von einem der Betroffenen zu hören, dass er die Stadt verlassen hat, seinen Eltern seine Sucht eingestanden hat, erfolgreich entzogen hat, und bald ein Studium anfängt.

Zwar haben so einige andere schon vor ihm behauptet, jetzt ernst machen zu wollen, aber keiner von denen schien sein eigenes Problem so gut erkannt zu haben. Es hat sich jedenfalls niemand sonst so konsequent der Quelle des Elends entzogen wie er.
Seine beiden besten Freunde hängen immer noch sau tief drin, die einfach aus seinem Leben auszuschließen, bedeutet einen riesen Schritt.

Ich bin so froh, dass aus der Ecke endlich gute Nachrichten kommen!

Sunday, 12 February 2012

Seestern

Ich bin in den 80ern geboren. Das hatte zur folge, dass ich bereits in jüngsten Jahren extrem seltsamen, und kurzlebigen Moden ausgesetzt war. So hatte meine Cousine mir beispielsweise gerne mal Klamotten mitgebracht, die sie auf diversen Einkaufstrips mit ihren Freunden gefunden hatte.
Wake me up before you go go
Darunter befand sich auch ein pinker Seestern Jogginganzug, bestehend aus einem einzigen Teil, der so pink war, dass man davon selbst in den 80ern Augenkrebs bekam.
Aber worauf ich damit hinaus will:
Ich trug nun also diesen Anzug, gepaart mit meinen beige/pinken Adidas Klettverschlkuss schuhen, meinen Spiegelverglasten pinken Rayban Aviators und zur Palme frisierten Haaren, Und betrat was allgemein als meine Tanzdecke bekannt war.

Hey! Ich war drei! Das ist alles total ok!

Auf Musik Videos stand ich nämlich mal richtig, je bunter desto besser. Erasure? John Farnam? George Michael? Nehmen wir alles mit!
Dead or Alive? Erst recht!

Und jetzt zum Teil, der mich euch das alles erzählen lässt:
Ich hab da also auf meiner braunen Schäfchendecke abgehottet bis zum geht nicht mehr.
Und das tat ich auch zu Whitney Houston's "I wanna dance with somebody".

Selbst Jahre später hätte ich nie gedacht, dass sie das traurige Ende nimmt, dass sie jetzt endlich eingeholt hat.
Machen wir uns nichts vor. Jeder, der geglaubt hat, man könne auf Jahrzehnte seinen Körper so missbrauchen, wie sie es getan hat ohne Konsequenzen davon zu tragen, ist naiv.
Crack ist (vielleicht noch mit Meth, aber davon sind wir bislang in Europa verschont, jedenfalls wenn man sich die Epidemie in den Staaten anschaut) vielleicht die einzige Droge, die nicht die Armen diskriminiert.
Auf Heroin lässt es sich wunderbar alt werden, vorausgesetzt man kann es sich leisten, reinen Stoff zu beziehen. Deswegen sterben da immer nur arme Schlucker dran, oder nicht ganz so arme, die trotzdem unreines Zeug angedreht bekamen.
Das gleiche gilt für Cocain, oftmals ist es halt wirklich der Dreck, der beigemischt wird, der einen umhaut.
Bei Crack ist das anders. Crack ist es wurscht, ob du in einem Palast lebst oder nicht, es zerstört dich so oder so. An Crack ist nichts was fälschlicher Weise als glamourös verstanden werden könnte. Crack zerstört alles, was von dem Menschen der man einmal war, noch übrig ist.
In meinem Stadtteil gibt es einige, die auf Crack hängen, und bei vielen, die schon länger drauf sind, ist das Menschliche mittlerweile abhanden gekommen, weil das Gehirn so zerstört ist, dass es kaum noch funktioniert. Wie ein Parasit hat die Droge ihren Wirt dazu abgerichtet, nur noch damit beschäftigt zu sein, den  nächsten "Hit" zu beschaffen, und gerade genug Zeit dafür aufzubringen, den Wirtskörper am laufen zu halten.
Unter diesen Vorraussetzungen sehe ich es schon fast als Wunder, das Whitney nicht früher gegangen ist.
zwei Jahrzehnte auf Crack wünsche ich meinem schlimmsten Feind nicht.

In dem Sinne: RIP Whitney, du hast es endlich hinter dir.


Und falls das Video in eurem Land nicht freigeschaltet ist, schaut mal HIER.
Könnte ja auch anderweitig praktisch sein. Oder so.

Sunday, 1 January 2012

Dezember Finale

Als hätte ich es geahnt, verabschiedet sich der Dezember mindestens so dramatisch, wie er begonnen hatte.

Geplant war ja, dass ich es ruhig angehen lasse, mit meinem Kumpel, der gerade aus dem Entzug kommt. Bedingung dafür, dass er hier in der Wohnung übernachten darf war, dass er unter keinen Umständen 1) Drogen ins Haus bringt und 2) welche im Haus nimmt.

Dagegen hat er verstoßen, dachte, wenn er mich darüber anlügt, würde ich es nicht merken.
Für wie dumm halten mich die Leute?
Glaubt er, wenn er ein Mittel nimmt, mit dem sonst Pferde betäubt werden, dann merkt das keiner? Denkt der, man hört und sieht das nicht?

Und dann werde ich auch noch belogen. Als er es schließlich zugibt, darf ich mir anhören, dass ich ja eigentlich froh sein sollte, dass er so ehrlich ist.

Na danke! Da erzählt er noch, dass ein anderer Bekannter mit Problem (der Bruder eines guten Freudes) am Abend zuvor noch fast an seinem eigenen Erbrochenen erstickt wäre, und dann erdreistet er sich, bei mir so eine Nummer abzuziehen.
Wohlgemerkt: Die Konsequenz habe ich ihm von Anfang an klar gemacht. Sollte er was nehmen, muss er gehen.

Drei Monate hat er es angeblich ohne geschafft. Aber zu Weihnachten und Neujahr gönnt er sich da mal eben 3 Gramm.

Was mich am aller wütendsten macht, ist, dass er versucht es so darzustellen, als sei ich diejenige, die überreagiert.

Dabei will ich einfach mit dem Dreck, der Menschen zerfrisst, die ich ansonsten schätze, nichts zu tun haben. Schon gar nicht in meinen eigenen 4 Wänden.
Und wenn sonst niemand konsequenzen zieht, dann muss ich das tun. Ich werde bestimmt nicht wie andere daneben sitzen und so tun als sei da kein Problem.

Tja, Frohes Neues und so.

Wednesday, 21 December 2011

Turbulenzen auf halb 8

Der Monat war ja bislang sehr Ereignisreich für mich, jedenfalls konnte von Langeweile keine Rede sein.

Generell bin ich ja der Meinung, dass viele Menschen verlernt haben, sich anständig zu langweilen. Kann man das nämlich nicht, weiß man manche Aufregung (jedenfalls positive) gar nicht erst zu schätzen.
Immer lenken wir uns ab, mal hier mit dem Telefon, mal dort mit 130 Kanälen, mit dem Chatfreund in Nicaragua, dem Teenager der uns bei Battlefield, oder wo auch immer die Rübe wegballert, oder der Orchideenzucht im Schlafzimmer.

Ich langweile mich ab und zu gerne. Nur hab ich viel zu wenig davon. Immer wenn ich denke: "So, jetzt ist hier endlich mal Ruhe", kracht es wieder irgendwo.
So hatte ich mich saumäßig darauf gefreut, das erste Mal seit 4 Jahren Weihnachten ohne Prüfungsstress verbringen zu können. Und dann ist dieser arschige Monat passiert. Und sobald, und so heftig, wie das Gewitter kam, schien es sich auch zu verziehen. Fast wage ich es mich sogar, mich etwas auf Weihnachten zu freuen (bloß nicht zu früh freuen, in drei Tagen kann noch einiges passieren!).

Aber ich wäre ja nicht ich, wenn die nächste Regenfront nicht schon in den Startlöchern steckte. Macht ja auch Sinn, hier auf der Insel. Regnet ja immer (dann, wenn man es nicht braucht, Sommer z. B.).

So kam es, dass ein sehr guter Freund von mir, von dem ich weiß, dass er wegen Problemen mit Drogenmissbrauchs in Therapie ist, vor kurzem einfach nicht mehr zu erreichen war.
Zwar bezieht sich sein Problem "nur" auf Ketamin, dass hie bis vor wenigen Jahren sogar legal erhältlich war (aber nichts desto trotz ein Sauzeug ist, damit werden sonst Tiere betäubt), ich weiß allerdings, dass Bekannte von uns schon lngst weiter abgerutscht sind.

Man muss dazu wissen, dass Drogen hier auf der Insel ganz anders wahrgenommen werden als bei uns. Ich kenne weniger Leute die noch nie zumindest mal probiert haben, als solche, die die Finger davon lassen. Selbst Enthüllungen von Prominenten führen keinen Skandal herbei, eher einen Schlterklopfer und die Frageob es denn wenigstens gut war.

Man könnte sagen, dass viele (nicht alle!) es als eine Art Ritual des Erwachsenwerdens betrachten.
Und in der Tat, sind viele, von denen ich weiß dass sie auf Parties gerne mal was genommen hatten (ehrlich, ich fand das immer eine Geld verschwendung, und ich hatte immer mehr Angst vor dem Zeug mit dem gestreckt wurde, als vor den Drogen selbst), mitlerweile damit nicht mehr hinterm Ofen hervorzulocken.

Und dann gibt es aber auch immer jene, für die das nie nur Spielerei und lächerliches Gebalze von Halbstarken war, sondern die das als Flucht vor der Realität sahen, als billiger, willkommener Ausweg aus der Konfrontation, der man sich zunächst wöchentlich, dann später täglich ausgesetzt sah.

Vielleicht weil ich nicht mit der "Rite of passage" Mentalität groß geworden bin, hab ich die Signale bei so manchem schon gesehen, als die anderen es noch als dumme Jungen Streiche abtaten.
Für so manchen ist der Zug mitlerweile abgefahren. Da würde es mich wundern, wenn die ihren 30. erleben. Aber was soll man jemandem sagen, der um sich herum immer noch Leute hat, die ihm erzählen, dass das alles kein Problem ist? Eben, man stößt auf taube Ohren.

Daher war ich umso erleichteter, als mir einer meiner ältesten Freunde erzählte, dass er sich nun endlich Hilfe geholt hat. Das ist allein deswegen schon so wichtig, weil niemand dahinter steht und ihn dazu antreibt, sondern weil er es von sich heraus will.
Wir haben daher in letzter Zeit fast täglich telefoniert.

Und dann wurde es plötzlich still. Keine Sms, niemand der das Telefon abhebt, keiner der anderen, die von ihm gehört haben.

Das ist der Zeitpunkt, an dem langsam die Panik hoch kommt.

Gestern habe ich dann von ihm gehört.

Er war eine Woche lang zum Entzug weg, die Therapie macht er auch noch. Er wohnt wieder bei den Eltern um sein Studium abzuschließen, und insgesammt hört sich das alles gut an.

Nur sind leider die Eltern Teil des Problems, das die Sucht erst ausgelöst hat. Dass die dazu in einem Kaff wohnen, in dem es zwar nichts zu tun, es dafür aber Dealer mit größerer Auswahl als Pizzaman und schnelleren Lieferzeiten gibt.

Das stößt mir etwas sauer auf. Aber wir werden sehen.

Thursday, 8 December 2011

Ich geb's auf

Als ob die Abschlussfeie gestern nicht schon schwer genug gewesen wäre. Da stellt sich der Rektor der Universität hin und behauptet allen Ernstes, im Leben ginge es um Spaß. Spaß? Was ist das?

Aber als ob die Ereignisse der letzten Zeit nicht schon genug gewesen wären, kam ich nach Hause und stellte fest, dass in der Zwischenzeit jemand bei mir eingebrochen hat. Gottseidank ist nicht viel passiert, der Laptop ist weg und Geld meiner Mutter, die gerade zu besuch ist (die hatte auch einen tollen Urlaub :( )n Also nichts, was man nicht ersetzen könnte, aber das musste doch nun wirklich nicht sein.

Was soll mir denn noch alles passieren? Bei der Magenspiegellung am Dienstag ist auch nichts rausgekommen, ich hoffe dass die Laborergebnisse etwas bringen, ansonsten muss ich weiter forschen.

Meine Batterien sind gerade ziemlich am Ende.

Tuesday, 4 October 2011

Gedankenfetzen VI

- Ich hab jetzt ein extra Zimmer! voll gut. Katerchen ist direkt auf Entdeckungstour gegangen (durfte sonst alleine nicht rein, und kannte den raum nur möbliert) und hat einen Penny gefunden, mit dem direkt gekämpft wurde. Sid steht total auf Münzen.

- Die Büro-Erkältung hat auch endlich mich flach gelegt. GANZ TOLL. dabei war ich so lange schon nicht mehr krank. Die letzte Erkältung ist mehr als ein Jahr her.

- Mein Nme wird in den Credits zum Spiel auftauchen, das wir gerade testen. Weil das Ding ne ziemlich große Nummer ist, macht mich das schon ein bisschen stolz.

-Hab ich Steve McQueen vielleicht soweit, dass wir Neujahr für ein paar Tage wegfahren. Sylvester e=Empfehlungen, anyone?

-Björn, ist meine zweite Mail auch nicht gekommen? hab ich extra als Priorität gesendet. Schau mal beim Spam?

Sunday, 8 May 2011

Dinge, die nur mir passieren V

Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Bis dahin lief auch alles bestens. Ich musste zwar einmal wieder zurück, weil eine der provisorischen Füllungen rausfiel, (man muss immer mal hin, um zu schauen, ob noch alles in Ordnung ist) aber ich konnte zum verabredeten Termin, um mein Inlay einsetzen zu lassen.
Total glücklich ging ich in die Uni, froh endlich mit dem ganzen Schlamassel abgeschlossen zu haben, und erzählte meinen Kommilitonen von meinen Abenteuern.
Als das Thema auf die Wurzelbehandlung kam, meldete sich derjenige zu Wort, der mir den Arzt empfohlen hatte.
Der Arzt, so sagte er mir, habe den Ruf Menschen dazu zu bringen Behandlungen machen zu lassen, die absolut unnötig seien. Ganz besonders häufig seien das Wurzelbehandlungen.

Muss nicht sagen wie happy ich über diese Info im Nachhinein war, oder?

Saturday, 7 May 2011

Dinge, die nur mir passieren IV

Teil 1
Teil 2
Teil 3

Ich bekam auch ziemlich schnell einen Termin. Das schlimmste, so dachte ich, hätte ich ja schon hinter mir, und war relativ fröhlich als ich dort auftauchte.

Das sollte sich aber bald schon ändern, denn nachdem der Arzt darauf bestand ein Röntgenbild zu machen (ist nur zur Sicherheit! Echt jetzt 1!1!11!elf), zeigte er auf einen undefinierbaren schwarzen Fleck unte an der Wurzel meines Backenzahns, und meinte, ich hätte da eine Entzüdung.
Er sagte auch, dass die einzige Möglichkeit diese zu beheben eine Wurzelbehandlung sei. Und Simsalabim, saß ich da fünf Minuten später mit einer riesen Spange im Mund, die mir den Kiefer aufhalten sollte, und einem Ring um den Zahn, der isoliert werden sollte.
Dumm war jetzt nur, dass ich selbst nach 5 Spritzen in den Kiefer immer noch was spürte. Mehr Betäubung ging aber nicht, und das fehlende Taubheitsgefühl wurde auf die Entzündung geschoben. Und dann ging es auch schon los.

Ich bekam auch ziemlich schnell einen Termin. Das schlimmste, so dachte ich, hätte ich ja schon hinter mir, und war relativ fröhlich als ich dort auftauchte.

Das sollte sich aber bald schon ändern, denn nachdem der Arzt darauf bestand ein Röntgenbild zu machen (ist nur zur Sicherheit! Echt jetzt 1!1!11!elf), zeigte er auf einen undefinierbaren schwarzen Fleck unte an der Wurzel meines Backenzahns, und meinte, ich hätte da eine Entzüdung.
Er sagte auch, dass die einzige Möglichkeit diese zu beheben eine Wurzelbehandlung sei. Und Simsalabim, saß ich da fünf Minuten später mit einer riesen Spange im Mund, die mir den Kiefer aufhalten sollte, und einem Ring um den Zahn, der isoliert werden sollte.
Dumm war jetzt nur, dass ich selbst nach 5 Spritzen in den Kiefer immer noch was spürte. Mehr Betäubung ging aber nicht, und das fehlende Taubheitsgefühl wurde auf die Entzündung geschoben. Und dann ging es auch schon los.

Wer von euch so was schon mal mitgemacht hat, weiß, wovon ich spreche, wenn ich sage: Bitte bitte nie wieder!
Nach etwa zwei Stunden hörte ich meinen Zahnarzt unzufrieden vor sich hinmurmeln.
„Das gefällt mir gar nicht!“ Ist so ungefähr das Letzte was man in so einer Situation hören will. Es schien, meine Zahnwurzeln seien länger als normal und erforderten daher anderes Werkzeug. Das bedeutete, dass nochmal eine Stunde Arbeit dazu kam und noch mal nachgespritzt werden musste.
Wieder eine Stunde später: „Oh oh! Das sieht aber nicht gut aus!“
Wieder so etwas, was man nicht hören möchte. Nach erneutem röntgen kam heraus, dass meine Zahnwurzeln nicht nur länge sind als normal, sondern dass ich statt 4 Wurzeln 5 habe. Daher musste ein neuer Kanal geöffnet und ausgeputzt werden. Nach 4 Stunden Behandlung war ich dann nicht nur fertig mit der Welt, sondern auch mit der Behandlung, und ich bekam ein Zement Fundament in den Zahn und eine erneute provisorische Füllung. Nach weiteren 4 Wochen sollte ich dann eine richtige Füllung bekommen...

Friday, 6 May 2011

Dinge, die nur mir passieren III

Teil 1
Teil 2

Ich saß dann also da und wurde schon nach einer Stunde warten dran genommen. Man fragte mich was das Problem sein, ich beschrieb meinen Schmerz und den Verdacht, dass eine gesprungene Füllung auf den Nerv drückt. Daraufhin sagte man mir als Allererstes, dass das eine Notfallpraxis sei, und ich sie mit solchen Kinkerlitzchen nicht noch mal belästigen sollte. Und man setzte mich auf den Zahnarztstuhl. Eine Betäubung bekam ich nicht, sondern man fing sofort an, mir im Mund herumzubohren. Als ich aufschrie (lasst euch mal am Zahn bohren wenn ihr nichts betäubt habt), sagte man mir, ich sei 21 und sollte aufhören, mich wie ein Kleinkind zu verhalten.
Ich bekam eine provisorische Füllung und verließ die Praxis Frankenstein. An dem Abend hatte ich die schlimmsten Kopfschmerzen meines Lebens.
Am nächsten Tag musste ich mir dann überlegen, wo ich mir eine Anständige Füllung machen lasse, denn so ein Erlebnis brauchte ich nicht nochmal. Rettung kam in Gestallt eines deutschen Kommilitonen, der einen deutschen Zahnarzt kannte, zu dem auch die ganzen Botschaftsangehörigen gingen. Super dachte ich, der versteht wenigstes, wenn ich nach Betäubung schreie, und hab direkt angerufen...

Thursday, 5 May 2011

Dinge, die nur mir passieren II

Teil 1 gibt es hier

Stellt euch einfach mal vor, dass ihr bei jedem noch so zaghaften Zubeißen fast ohnmächtig werdet vor Schmerz. So ging es mir in diesem Moment. Meinem Freund wollte ich das aber nicht sagen, denn der hatte aufgrund der mitternächtlichen Abreisezeit sowieso schon miese Laune. Und so schlimm, so dachte ich, kann das ja alles nicht sein. Tja, denkste!
Ich hab das gesamte Wochenende nur auf einer Seite gekaut, immer versucht mir bloß nichts anmerken zu lassen.

Kaum war ich wieder zu Hause, hatte ich so starke Schmerzen, dass ich nicht mehr schlafen konnte. Von essen gar nicht zu sprechen!

Ich bin also so schnell ich konnte zum örtlichen Zahnarzt, der für Notfälle Bereitschaft hatte.

Und das war dann ein ganz besonderes Erlebnis...

Tuesday, 3 May 2011

au weia

Ware gerade beim Zahnarzt für die jährliche Kontrolle und Zahnreinigung. Habe dabei angesprochen, dass ich seit kurzer Zeit Beschwerden mit einem bestimmten Zahn habe. Das Röntgenbild hat jetzt gezeigt, dass die Ursache dafür beim Nachbarzahn liegt, an dem vor Jahre eine Wurzelbehandlung durchgeführt wurde (war ne längere Geschichte, werd ich auch mal hier erzählen). So wie es aussieht, ist die Wurzel entzündet (ich dachte die hätten sie mir entfernt???). Und wenn das jetzt nicht weggeht, muss das wieder aufgemacht werden oder der Zahn sogar gezogen werden :-(

Hoffen wir mal bitte alle das beste. BITTE

Tuesday, 25 January 2011

Katzenfontänen um 5

Für alle die schon immer eine Katze wollten, aber nie durften:

Gestern, nach der Uni bin ich nach Hause und wollte mir nach einem langen Tag was Schönes kochen.
Eingekauft hatte ich für asiatische Nudelpfanne mit Rind, wenig Fleisch, wenig Nudeln, viel Gemüse.
Ziemlich schnell war das ganze fertig, und bald schon konnte ich es mir mit meinem Teller auf dem Bett (in meinem Schuhkarton ist kein Platz für ein Sofa) gemütlich machen. Als ich jedoch das nächste mal die Küche betrat, war die Hälfte von dem, was eigentlich hätte übrig sein müssen, weg.
Dafür saß der Kater unterm Bett und war am kauen.
War zwar ärgerlich, aber noch hatte ich mir nichts dabei gedacht. Das sollte sich erst so um 5 Uhr morgens ändern, als ich sanft von Würgegeräuschen mit anschließendem "Platsch" geweckt wurde. Riesenpfütze in braun auf Bettvorleger. Ich also raus aus dem Bett, aufgewischt, Teppich in die Waschmaschine und zurück in die Federn. Und wieder: würg, platsch. Ich hab gedacht ich tick aus.
Da wir so ein Spielchen schon mal mit Pizza und rosa Waffeln hatten (gab ne tolle leuchtende Farbe), hab ich mir nix dabei gedacht. Eben hat er aber wieder gebrochen.
Ich hab jetzt den Tierarzt angerufen und einen Termin für morgen vereinbart, denn wenn man ihm auf den Bauch drückt, dann quiekt er und auch so scheint er etwas schlapp zu sein.
Hoffen wir mal das beste :(

Thursday, 13 January 2011

Geschichten so schaurig, die schreibt nur das Leben IV

Teil 1
Teil 2
Teil 3


Wir hatten also ein Urteil, und sind davon ausgegangen, die Sache hätte sich erledigt. Aber weil das Leben Groschenromane schreibt, die so schlecht sind wie Weihnachtsspecials von "Unter Uns", wäre es zu einfach hier schon aufzuhören.

Wir spulen mal etwas vor, und zwar ins Jahr 2009. Oktober 2009 um genau zu sein. Damals waren Herr D. (der Arsch) und ich gerade frisch zusammen. Was wiederum der Hexe gar nicht in den Kram passte, warum auch immer. Wochenlang intrigierte sie um mich und D. auseinander zu bekommen, säte Zwietracht wo sie nur konnte. Eines Tages hatte D. einen Gig in einem Club, und auch die Hexe und ihr damaliger Freund, der arme Wicht kamen. Sie kamen aber nicht allein, nein, denn ausgerechnet Freddy Krueger hatten sie im Schlepptau. Man erklärte mir, die Hexe und Freddy spielten in einer Band zusammen. Nachdem ich die beiden miteinander nach draußen verschwinden sah, war mir aber klar, dass die noch an was anderem spielten als an ihren Instrumenten. Ihr Freund hatte keinen Schimmer, und dass ich damit allerdings Recht behalten sollte, erfuhr ich erst viel viel später.

Und wieder wäre es viel zu einfach, würde die Geschichte hier einfach aufhören. Wo käme man denn da auch hin? Darum geht's weiter im nächsten Teil.

(Ich hoffe ihr versteht jetzt warum ich das alles zerstückel und nicht in einem bringe. Sowas geht ja auf keine Kuhhaut.)