Showing posts with label Ärger. Show all posts
Showing posts with label Ärger. Show all posts

Sunday, 10 February 2013

Zwei Hochzeiten und jetzt bloß keinen Todesfall

Innerhalb der letzten zwei Wochen bin ich auf zwei Hochzeiten eingeladen worden, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

1) Meine Freundin M, die vor einiger Zeit in einem Club C begegnet ist, der vor mehr als einem Jahrzehnt bei mir im Philosophie-Kurs saß, hat ihren großen Tag im August. Nach einigen Problemen mit ihrer Familie, scheint sich da alles wieder ins Lot zu bewegen, und als Resultat kann ich es kaum erwarten!
Seit ich davon weiß überlege ich mir schon was ich anziehe, wie ich meine Haare will, Schuhe etc...

2) Freundin L, die Ihren Freund, den sie auf Craigslist vor sechs Wochen kennen gelernt hat, der sie schon nach einer Woche heiraten wollte, und mit dem sie Ende März schon zum Standesamt rennt. Das ganze ist eine furchbar schlechte Idee, nicht nur weil seine Familie traditionell chinesisch ist, und das gar nicht so gut findet, dass sie eben keine Chinesin ist. Darauf angesprochen meinte sie nur: "Ich weiß dass das eine schlechte Idee ist, ich mach es trotzdem. Wenn es schief geht, geht es halt schief". Da darf ich Magenschmerzen haben, oder?

Tuesday, 29 January 2013

Könnt Ihr noch was hören?

Auf Twitter geht ja gerade der #aufschrei umher, und weil ich es wichtig finde, dass man endlich mal zuhört, schreib ich da auch mal eine Erfahrungen zu:

Ganz ehrlich, die 5 Mal, die das Kännchen-Cafe vorschlägt, kommen da hinten und vorne nicht hin.

Das fing schon in der Schule an, als einer der Jungs zu mir meinte, ich sei so "hässlich, ich sollte mich umbringen und der Welt damit einen Gefallen tun". Und ich sollte meine Beine bedecken (trug Rock) weil er beim Anblick meiner Beine "kotzen müsse".

Das ging weiter als 17 Jährige, als Männer am helligten Tag neben mir im Auto runterbremsten nur um zu fragen wieviel ich pro Stunde koste.

Und dann war noch das Mal, an dem ich mich gegen einen agressiven Typen gewehrt habe, und der mir zum Dank ins Gesicht spuckte. Ein Taxifahrer der mich sah hat mir ein Taschentuch gegeben und mich umsonst nach Hause gefahren.

Oder jedes Mal, an dem ein Gast in der Bar meinte, mich anfassen zu müssen, nur weil er für 3,50 ein Bier gekauft hat.

Oder meinte, meine Oberweite kommentieren zu müssen. Oder meinen Hintern.

Und noch das mal an dem Mein ehemaliger Chef mir einen total lustigen Vergewaltigungswitz erzählte. Ich lache immer noch.

Und jedes Mal wenn einer meint "Ist doch nur ein Scherz" und "Du musst doch auch mal ein bisschen Spaß verstehen".

Und jedesmal wenn wieder ein nicht betroffener fragt, obe es denn nichts wichtigeres gäbe.

Jedes Mal, wenn eine Frau doch wieder nach dem Kinderwunsch im Jobinterview gefragt wird, und genau weiß, dass sie ja sowieso verloren hat, egal was sie jetzt sagt.

Jedes Mal, wenn man Frauen sagt, dass sie bloß X nicht anziehen ssollen und um Y Uhr sich in Z aufhalten soll, denn eigentlich sind sie es ja selber Schuld, aber niemals Männern sagt, einfach mal nicht Frauen zu bedrängen, belästigen und zu vergewaltigen.

Jedes Mal, wenn Männer schreien, dass Frauen das alles aber auch können. Wirklich? In diesem Ausmaß? Mit den gleichen Folgen und Konsequenzen? Mit dem gleichen Gefühl, nicht richtig reagiert zu haben, sich dafür zu schämen, dass man das überhaupt an sich ranlässt? Mit dem gleichen Entsetzen darüber, wie normal vieles davon uns schon geworden ist?

Ich glaube einfach, wir schreien alle noch gar nicht laut genug.

Hab es gerade nocheinmal gelesen, und wieder sind mir mindestens 10 Begebenheiten eingefallen.

Thursday, 10 January 2013

an Tagen wie diesen

Im moment überschlägt sich bei mir so einiges. Mein Chef, der vor Ort, hat uns gestern verkündet, dass er ab Montag schon nicht mehr unser Chef ist. Der neue, der Montag anfängt ist dicke mit dem neuen CEO.
Selbst gekündigt? Das ich nicht lache.

Keine Ahnung was das für mich bedeutet, im besten Fall wirds gut, im schlechtesten Fall hoffe ich, dass mein alter Chef bald in einer Position ist, in der er bald wieder mein Chef ist.

Kann gerade keiner abschätzen, und das drückt auf die Stimmung. Nach Vegas fahren wir trotzdem. Mit dem neuen und alten Chef. Mal gespannt was das gibt.

Dann noch Krankheit um einen herum, Trennungen links und rechts... drückt gerade alles auf die Stimmung.

Thursday, 22 November 2012

Die Geister die ich anschrieb

Manchmal hat man das Gefühl, dass die Leute in Deutschland nix besseres zu tun haben, als sich gegenseitig abzumahnen, und das wegen jedem Fliegendreck (*Im Bezug auf Internet).

Letzte Woche kamen davon gleich zwei bei uns an, der eine wegen eines Nudelbilds das angeblich auf unserer Seite zu finden sei, der andere weil er eine email bekommen hat, und sich dadurch in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt sah. Ernsthaft.

Zu 1) der arme Kerl hätte mal besser einen Photoshop Kurs belegt, das Bild sah aus als wäre es in Paint zusammengebastelt worden. Dafür kriegt er garantiert keinen Schadensersatz.

Zu 2) der konnte sich wohl nicht vorstellen, dass unserem Anwalt sau langweilig is, und dieser auf das Angebot finanziellen Ausgleichs mit "HAR HAR klag doch!" reagierte, worauf das alles plötzlich alles halb so wild und vergessen war. komisch komisch.

Ist doch alles echt unnötig, oder?

Ist natürlich lukrativ, mit wichtig tönendem Jurasprech Leuten mit Klagen zu drohen, für den Fall, dass Sie die Zufällig gering gehaltenen Beträge nicht zahlen wollen. Bei niedrigen Beträgen denkt man sich ja auch nicht "Na auf xx $ kommts jetzt auch nicht an, zahl ich mal bevor ich mich da noch ärgern muss."

Nachtigall ick hör dir trapsen!


Monday, 5 November 2012

Geniestreich

Andere Länder, andere Sitten. Hier auf der Insel ist es Beispielsweie üblich, sich seinen Strom PrePaid zu kaufen, dank Schlüssel uch Buckse am Meter. So kann man nie mehr verbrauchen als man sich leisten kann, und ich weiß immer ganz genau, wieviel ich im Monat einzuplanen habe.

Also eigentlich super.

Es sei denn, man ist wie ich, und verliert den Schlüssel und hat nur noch 0.38 Guthaben auf dem Meter.

Panisch direkt mal den Stromlieferanten des Vertrauens angerufen, und weil ich mich gottseidank nicht in einer Servicewüste befinde, kann ich mir in 20 Minuten direkt ein neues Schlüsselchen besorgen, das sogar irgendwo im gleichen Stadtteil auf mich wartet. Damit ich heute Abend nicht im Kalten und Dunklen sitzen muss.

Und es ist erst Montag. *schauder*

Tuesday, 30 October 2012

Feierabend Freuden

War lange still hier, ich weiß. Leider arbeite ich im Moment viel, und wenn ich nicht arbeite, muss ich mich mit den Hirnies der telefongesellschaft rumschlagen, die, obwohl ich meinen Vertag schon vor einiger Zeit zu einem Anderen Anbieter verlegt habe, mich noch immer mit Rechnungen belästigen und Geld für Produkte von meinem Konto abziehen, die ich noch nie benutzt habe.

Gerade hat mich das 45 Minuten am Telefon gekostet, die ich mit Essen machen, Zeitung lesen und fernsehen hätte zubringen können Oder Blog updaten (da kommt noch Einiges, ich hab nur nie Zeit).

Und das nervt gerade tierisch nicht nur wegen des Geldes (ich hab nichts zu verschenken) sondern auch weil ich derzeit 50+ Stunden arbeite, plus 2 Stunden Pendeln pro Tag, und ich sowas echt nicht brauche.

Statt dessen ärgere ich mich in den Pausen mit der Steuerbehörde (schulden mir Geld) und am Abend mit den Spaten von der Telekom (nicht die deutsche, aber auch nicht besser).

Und kalt isses auch. Und dunkel. Und nass.

Sunday, 9 September 2012

Rückgrat

Zu allererst möchte ich mich für die lange Stille entschuldigen, aber bei mir ging es gerade drunter und drüber, hatte Besuch, war mit der Arbeit beschäftigt, und manche Sachen müssen ja auch nicht ins Netz.

Oder so dachte ich zumindest. Denn jemand, den ich eigentlich nur noch als ehemalige Freundin bezeichnen kann scheint dies anders zu sehen. Aber von vorn:

Vor einiger Zeit hatten drei gute Freunde von mir mit ernsthaften Drogenproblemen zu kämpfen. In der Zwischenzeit hatte es auch der zweite geschafft, von dem Mist loszukommen, und bis auf den Dritten, für den der Zug abgefahren ist (sitzt wieder im Knast weil er Fleisch geklaut hat), hatten es beide eigentlich wieder ganz gut auf der Reihe.

Dann kommt die Frau ohne Rückgrat, trifft sich mit mir auf einen Tee und erzählt mir, dass einer der beiden wieder rückfällig geworden ist, sagt woher sie das hat und wie lange das schon gehen soll. Ich habe keinen Grund ihr nicht zu glauben und bin besorgt, sage aber nocht nichts Freund Nummer 1 gegenüber. Erst als ich von einem weiteren Freund aus einer anderen Ecke ähnliche Gerüchte zu hören bekomme, spreche ich Freund 1 darauf an, und zwar wie folgt: "Nur dass du es weißt: folgendes macht die Runde *Gerücht*, ich weiß nicht wieviel davon stimmt, halte aber bitte mal ein Auge drauf."

Ich dachte, bis dato, dass man sich als Freund so verhält. Gestern dann bekomme ich einen Anruf von dem, den das Gerücht betrifft, der meine Mail and Freund 1 gelesen hatte und wissen wollte, was es damit auf sich hat. Ich erkläre, er versteht.Zeitgleich bekomme ich einen Anruf vom Freund von der Frau ohne Rückrad, der mich am Telefon zusammen scheißt, was mir einfällt, solche Sachen über seine Freundin zu verbreiten (ich wurde gefragt woher ich die Info hatte, und habe es dem Betroffenen gesagt). Es tut mir ja leid, aber sie hat mir nunmal erzählt dass er wieder Drogen nimmt. Ich werde einen Teufel tun und ihm nicht sagen, woher ich das habe.

Dass Sie ihren Freund anrufen lässt um mich anzuschreien, ist arm. Noch ärmer ist, dass Sie jetzt öffentlich über mich vom Leder zieht, weil ich angeblich Kindergarten-Gerüchte verbreite.

1. Bin ich nicht Diejenige die solche Gerüchte verbreitet.
2. Kann ich mich selbst verteidigen, und brauche meinen Freund nicht dafür
3. Gehe ich nicht hin und verdrehe die Wahrheit im Freundeskreis, damit es nicht so aussieht als sei ich ein unschuldiges Lamm
4. Stehe ich immer zu dem was ich gesagt habe. Sollte sie auch mal versuchen.

Vom Betroffenen habe ich dann auch noch die bezeichnende Aussage erhalten, dass ich mir keinen Kopf machen sollte, weil er wüsste von wem das käme. Da muss wohl schon öfter Mist aus ihrer Ecke gekommen sein.
Die Frau hat ein Kind. Sie hält sich also für reif genug, ein Lebewesen großzuziehen, und kann mich nicht mal selbst ansprechen wenn sie ein Problem mit mir hat, nein da muss ihr Freund anrufen und mich am Telefon beleidigen. Ganz groß.

Noch besser: Der Betroffene rief bei besagtem Freund an, der Die Sache nochmal erklärt hat, und anscheinend zeigte er sich einsichtig. Eine Entschuldigung habe ich aber nicht erhalten.

Ich weiß, dass ich im besten Interesse meiner Freunde gehandelt habe, und mir nichts vorzuwerfen habe. 
Die einzge Erklärung die ich habe für ihr Verhalten ist, dass sie Mist erzählt hat und jetzt ertappt worden ist.

Tolles Wochenende, oder?

PS: Das ganze war nochmal eine Erinnerung daran, warum ich lieber mit Männern befreundet bin als mit Frauen. So ein hinterf***iges Verhalten ist mir da noch nie untergekommen.

Thursday, 28 June 2012

Beim ersten Mal tat's noch weh...

Steve McQueen ist Traurig. Traurig auf eine Art, die für Ihn ganz neu ist. Als gebürtiger Waliser kennt er nämlich nicht das Gefühl, wie es ist, bei einem großen, internationalen Fußball Turnier so kurz vor Schluss auszuscheiden (und Rugby interessiert ihn nicht).
Zumindest war das bis heute so.

Dies war sein erstes Jahr als Neuhalbdeutscher. Und weil man mit Wales ja bekanntlich im Fußball auch gar nicht erst beachten muss, war dies das erste Turnier, indem er soetwas wie ein WIR!-Gefühl hatte.

Akribisch auf jedes Spiel vorbereitet, die Manschaft, den Gegner und Statistiken der Vergangenheit studiert, wurde ich im Vorhinein darüber informiert, warum "WIR!" denn eigentlich nur gewinnen können.
Und bis heute haben "WIR!" das ja auch. Und jedesmal schwang er dabei seine kleine Faust in der Luft mit dem kleinen Tanz den er immer macht vor Freude. Bis heute halt.

Mit stolz geschwellter Brust sang er auch die dritte Strophe des Deutschlandliedes. Oder naja, er versuchte es. Ohne Text und Sprachkenntnis ist das ja schwer, aber was in Kompetenz fehlte machte er gut mit Gefühl und Gravitas.

Und dann sowas. Ein bisschen so wie man einem kleinen Kind bei dem ersten Großen Turnier erklären muss, warum siegen nicht selbstverständlich ist, so ungläubig ist auch SMQ.

Und der Schmerz!

"WIR!" waren doch so gut! Was ist da nur passiert? Und wieso tut einem da die kleine Stelle im Herz so weh weil da jetzt 11 Männer, mit deren Namensaussprache er sich doch trotz aller Bemühungen etwas schwer tut, nicht noch eins weiter gekommen sind?

Ich bin mir sicher, dass ich nach dem ersten Schock morgen erfahre, warum "WIR!" heute verloren haben.
Aber bis dahin darf er diesen Erstlingsschmerz dann schon noch etwas genießen.

Wednesday, 30 May 2012

Nicht mit mir, Bubi.

Es gibt Männer, es gibt Jungs, und es gibt arme Würstchen.

Zu letzteren gehören mit Sicherheit die 4 Spaten, die meinen, Ein vom Chef bezahlter Trainingskurs ist der richtige Ort, um Kursteilnehmerinnen sexuell zu belästigen.

Nein, ich wollte nicht das Bild sehen, auf dem das "Prachtstück" des einen, sammt engagierter Freundin zu sehen war.

Auch gefiel mir das gleiche Bild nach Bearbeitung durch Photoshop und Addition eines Piratenhuts, Augenklappe und Rumflasche nicht.

Auch haben die Würstchen mich nicht zu fragen, welche Größe ich beim männlichen Geschlecht bevorzuge.

Und erst recht nicht haben sie vorzuschlagen, dass einer der 4 Das Bild an seine Freundin schicke, mit der Erklärung, dass es sich bei der Dame im Bilde doch um mich handle.

Weil sie aber Würstchen und eben keine Jungs sind, befürchten sie nicht, dass dieser kleine "Spaß" Konsequenzen haben wird.

Da ich aber eben jene Schilderung sowohl an das Büro vor Ort, als auch in der Heimatstadt geschickt habe, bin ich mir sicher, dass es eben doch Konsequenzen haben wird.

Nicht zuletzt, weil unseren Chefs (die ja schließlich teuer für den Spaß bezahlen) eine riesen Summe dafür bezahlt haben, uns zu "Top-Professionals" auszubilden.

Die Tatsache, dass die 4 es nicht schafften, sich auch nur 5 Minuten mit einer Frau in einem geschlossenen Raum aufzuhalten, ohne sich komplett als zivilisierte Menschen zu disqualifizieren, zeigt eindeutig, dass das mit dem "professionell" noch dauert.

Sunday, 27 May 2012

Wie Schiffersch***e

Ich wäre auch eingeschnappt. Darüber, dass manche das doof fanden, was da gesagt wurde, und über das doch sehr unreflektierte Fähnchengewedel für einen Staat, in dem man schon dafür verhaftet und gefoltert wird weil man einfach gerne "frei" wäre und das kund tut. Und wenn du halt einfach das Lied gut fandest. Schön. Dann kann ich mich ja auch freuen, dass die Olympiade 36 toll war, denn das war ja auch nur Sport, gell?
Dann darf ich aber doch auch bestimmt sagen, dass ich Folter und Misachtung von Menschenrechten simpelster Art eher scheisse finde, oder?

Und richtig scheisse fand ich auch die Antwort darauf, nämlich, dass wenn man sich wegen allem was einem nicht passt (also Regen zum Beispiel, oder berechtigte Kritik), man ja eh gleich sterben gehen kann. Und ob, wie behauptet, das Erdloch in Afghanistan besser ist, oder sogar die Hütte in Nord-Korea, sollte man vielleicht mal Diejenigen Fragen, die keine andere Wahl haben, als dort zu leben.

Und ganz ehrlich? Allein wegen der unfassbar dummen Aussage, dass man lieber in einer Diktatur leben würde, als einer "Scheindemokratie" wie Deutschland, weil die ja immer alle ganz arg böse zu einem sind, und mit der ganzen Bürokratie einem das Leben so schwer machen, alleine deswegen bin ich am zweifeln weshalb ich Freunde habe die so denken.

Denn das ist einfach nur unfassbar dumm, unfassbar unreflektiert und, ich wiederhole mich: dumm.

Ich war schon immer großer Fan von Immanuel Kant (auch wenn der sicherlich ausbaufähig war).

Der kategorische Imperativ ist auch n meinem Handeln maßgeblich:

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ 

Sprich: Wenn ich gewisse Rechte für mich in Anspruch nehmen will, muss ich wollen, dass eben jene Rechte für alle gelten.

Ich werde daher nicht Fähnchenwedelnd und geifernd einer Farce von "Musikkontest" zugröhlen, der in einem Land statt finded, in dem man besser tot als schwul ist, in dem Unschuldige gefoltert werden, in dem ich alleine dafür verhaftet werden kann weil ich so etwas simples wie Freiheit möchte (etwas, das wir haben und für uns so selbstverständlich ist, dass wir, und vor allem du, es nicht mal mehr merken).
Denn wenn ich mich damit abfinden würde, würde ich mich damit abfinden, dass auch mir das passieren könnte, und es anderen scheißegal wäre. Kann ich das ernsthaft wollen? Eben.

Manchen täte mal ein Blick über den eigenen Tellerrand ganz gut.

Saturday, 24 March 2012

Welle

Gestern fing dann die große Entlassungswelle an. Statt der angekündigten 10-12 pro Schicht waren es 24. Darunter auch Freunde von mir. Alles in allem ein Dreckstag für alle. Wir sind am Montag dran. Chancen bestehen, dass ich bleiben kann, aber wenn nicht, dann ist das auch kein Beinbruch, denn ich habe vorgesorgt. Im Mai soll es dann wieder mehr zu tun geben, hätte ich bis dahin also nichts neues gefunden, könnte ich immer wieder zurück. Bis ich aus dem Urlaub komme, werde ich mich damit allerdings nicht groß stressen.
Mehr leid tut es mir für die anderen, viele sagen, sie werden in die Heimat zurückkehren, wenn sie gezwungen sind zu gehen. Sich so sehr auf einen Vertrag wie unseren zu verlassen, dass man gezwungen ist, solche Maßnahmen zu ergreifen, kann ich ehrlich nicht ganz nachvollziehen. So ist das mit einer Vollzeitanstellung auf 0-Stunden Basis nunmal. Wenn man gebraucht wird, hat man zu tun, wenn nicht, muss man umdisponieren können.
Wir werden sehen, was passiert, aber im Großen und Ganzen bin ich gelassen. Unsere Ausgangssituation ist besser als die Anderer, und ändern kann man daran eh nix. Und ganz ehrlich: Bei dem aktuellen Wetter gibt es schlimmeres, als im Sommer nicht um 6 Uhr aufstehen zu müssen.

Thursday, 22 March 2012

Kopflos II

Ich hab ja vor einiger Zeit mit dem Laufen angefangen, und meine Route geht genau an jenem Kanal vorbei, aus dem man den Torso der Soapdarstellerin gefischt hat. Seit dem hatte ich immer den Gedanken im Hinterkopf, was wohl mit den Teilen des Opfers passiert ist, die man noch nicht gefunden hat. Ein Arm ist mitlerweile im wahrsten Sinne des Wortes aufgetaucht, aber trotzdem hat man ein mulmiges Gefühl, da dann lang zu laufen.

Und vor meinem Lauf sag ich noch, dass ich genau sowas befürchte. Und was ist?

Kaum lauf ich da heute lang, ist direkt vor mir eine Polizeisperre. :-/.
Jede Menge Streifenwagen fahren seit dem hin und her, der Bereich vom Kanal ist abgesperrt.
Bislang hab ich noch nicht rausgefunden ob sich mein Verdacht bestätigt, aber in jedem Fall muss was schlimmes passiert sein, sonst wäre da keine komplette Sperre.

Und wiedermal bin ich näher dran, als mir lieb ist.

was zuletzt geschah:

- Ich hab die letzten sechs Wochen mit einer Ausnahme jeden Sonntag im Büro gesessen, auch deshalb war es hier ruhiger.

- Wenn man die meiste Zeit seines wachen Daseins bei der Arbeit verbringt, dann passiert einem nicht all zu viel Spannendes.

-Als dank für die ganze Wochenenden, die wir geopfert haben, bekamen wir dann heute mitgeteilt, dass 15% unserer Abteilung (auf beide Schichten verteilt, aber trotzdem) sich bald was neuen suchen können. Wen es trifft, erfahren wir aber erst am Montag. Toll. Im Juni soll es dann wieder mehr zu tun geben, weshalb ich im allerschlimmsten Fall dann bis dahin einfach frei habe.

- Im April habe ich Urlaub (oder ganz frei, ha!) und besuche meine Familie. Da ist eh schon alles gebucht. Bis dahin brauche ich mich also nicht stressen.

- Im Mai sind dann Steve McQueen und ich auch ein langes Wochenende weg. Vor Ende Mai brauch ich also gar nicht erst anfangen zu suchen (vor allem nicht, wenn die realistische Möglichkeit besteht, dass ich im Juni wieder angestellt werde).

-Es kann ganz genauso gut sein, dass ich gar nicht betroffen bin.

Monday, 12 March 2012

Kopflos

Etwa 200m von meiner Wohnungstür ist ein Kanal. An dessen Brücke sich ein Bekannter einer Freundin aufhing und aus dem man letzte Woche einen weiblichen, kopflosen Torso gefischt hatte. Da zur gleichen Zeit eine ehemalige Seifenopernschauspielerin verschwand, zählten viele bereits eins und eins zusammen, und sollten Recht behalten. Angeblich wurde ihr Bruder in Gewahrsam genommen.
Wo das ganze sich ereignete, weiß man nocht nicht, aber der Fundort liegt an der Strecke, an der ich immer lang laufe.

Irgendwo werden jetzt Leute sitzen, und denken, dass das alles schrecklich ist, aber einem selbst, gottseidank, sowas ja nie passiert.

Das hat das Opfer bestimmt auch mal gedacht. Macht richtig mulmig.

Friday, 9 March 2012

Die verlorenen Jungs - update

Da erfährt man dann vom dem, der es raus geschafft hat, dass das Ganze schon seit 2 Jahren so geht.

Dass der andere Leute überfällt, einbricht, und selbst seinen besten Freund beklaut.

Dass er regelmäßig wegen Infektionen im Krankenhaus ist.

Dass er im Knast warscheinlich nur noch tiefer rein rutschen würde.

Dass es nicht "nur" Heroin ist, sonder auch Crack. Scheiße.

Dass er das ganze demjenigen zu verdanken hat, der auch schon selbst Schlagzeilen gemacht hat, weil er Mitte der 00er Jahre mit einem Model zusammen war, deren Nase ein Gespür für Schnee hat(te).

Dass er wirklich so dumm war, gerade von dem Volltrottel auch nur irgendetwas anzunehmen.

Dass es schon länger geht als gedacht.

Dass er viel mehr getäuscht hat, als wir alle dachten.

Dass man sowas nicht unbedingt merken muss, jedenfalls nicht am Anfang.

Dass wenn man es merkt, die Kacke schon am dampfen ist.

Dass es wirklich jeden Treffen kann, egal wie der familiäre Hintergrund.

Dass man immer denken wird, man könne etwas tun.

Dass nur er alleine etwas tun kann.

Dass er das warscheinlich nicht wird.

Dass ich damit rechnen muss, noch vor dem Ende dieses Jahrzehnts Freunde begraben zu müssen.

----------

Muss ich jetzt erstmal alles verdauen.

Thursday, 23 February 2012

Montags Maler

Man rief mich heute an und verschob den Termin zum Einstellungsgespräch auf (warscheinlich) Montag.
Großartig, dabei habe ich mir für heute nur mit biegen und brechen freinehmen können.

Ich finde das ja eh großartig, wenn potentielle Arbeitgeber im Minutentakt ihre Meinung über passende Termine ändern, und dann erwarten, dass man auch brav vor der Tür steht. Wenn die mich nehmen, würde ich mir ja auch nicht von heute auf am besten gestern einfach so frei nehmen können.
Ich muss also, um das hinzukriegen, meinen derzeitigen Arbeitgeber belügen. Super.



AAAH warum können Menschen nicht einfach mal bei ihren Zusagen bleiben???
Ging doch früher, vor Internet und Mobiltelefonie auch???

Sunday, 19 February 2012

Immer wieder Sonntags

Ruft mich die Arbeit. Und als ob Sonntags 6 Stunden im Büro sitzten nicht schon schlimm genug wären, so kommt ja noch die liebe Pendelei dazu. Jetzt ist es so, dass ich am anderen Ende der großen Stadt wohne, weshalb mich das jeden Morgen eh schon mal 49 Minuten kostet, und auch nur deshalb, weil ich das Glück habe, direkt an der Verbindungsstrecke zu wohnen, die in einem zur Arbeit fährt.

Merke: Normal wären das also am Sonntag um die 8 Stunden, die ich mit Arbeit zu tun habe.

Jetzt ist es aber so, dass sich die große Stadt gegen den Willen der Bürger, die direkt davon betroffen sind und schon seit Jahren immer absurdere Summen dafür zahlen müssen, ein Groß-Sportereignis eingeplant.
Weil dafür aber weder Ressourcen noch Infrastruktur da sind, zahlen wir uns dumm und dämlich.
Manch einer zahlt zum Beispiel alleine für die Fahrt zur Arbeit 30% mehr, bei mir sind es "nur" 4 Pfund in der Woche. Na herzlichen dank.
Anzunehmen ist jetzt, dass aufgrund der exhorbitanten Ausgaben, die uns durch Steuern und Gebühren abgehalten werden, die öffentlichen Dienste wie am schnürchen laufen sollten. Richtig?
Denkste! Seit 5 Jahren ist das öffentliche Verkehrsnetz am Wochenende komplett zu vergessen. Und mit komplett meine ich komplett.

Ich habe heute 4!!! Stunden gebraucht, um in die Arbeit zu kommen, weil die meißten Linien komplett ausfielen, und der Zielort nur durch extrem umständliche Umwege zu erreichen war.
Das rechtfertigt natürlich total, dass ich schon seit Jahren dafür zahle, dieses komplett nutzlose Netz in Anspruch nehmen zu müssen.

Und wofür? Damit ich im Juli/August wegen der ganzen Touristenströme auch nicht in die Arbeit komme.
Der Bürgermeister war sogar dreist genug, den Bürgern dieser Stadt, die er ja eigentlich repräsentieren soll, nahezulegen, sie würden sich die drei Wochen doch am besten frei nehmen und weg fahren.
Na klar, und wer zahlt dann meine exhorbitante Miete?

Sie mich auch, Herr Johnson!


PS: So toll das mit so Spielen klingen mag, freut euch über jedes Mal, das der Krug an euch vorbei gereicht wird.

Saturday, 4 February 2012

Noch so'n Sonntag

Und wiedermal hab ich Idiot zugesagt morgen ins Bro zu fahren. Diesmal gottseidank "nur" 6 Stunden, statt 8 wie letzte Woche. Aber weil das alles ja zu einfach ist, muss heute auch noch unbedingt Schnee fallen.
Dabei ist das Verkehrsnetz hier Sonntags wegen Ausbesserungsarbeiten eh die Hölle, weshalb so eine Fahrt ans andere Ende der Stadt auch mal gerne doppelt so lang dauern kann.

Und weil die Insulaner jedes Jahr aufs neue behaupten, es würde ja nie Schnee fallen, kann das morgen auch wieder ein Spaß werden.

Gut auch: die haben die ganze Woche wie die Weltmeister gestreut, dabei gab es weder Schnee noch Bodenfrost. Denkt aber jetzt jeder, dass ja vorgesorgt ist.
Dass das Zeug aber vom Schnee bedekt wird, und daher überfriert, daran denkt mal wieder niemand, und deshalb ist auch spätestens morgen das Geheule wieder groß.

Dabei ist das doch wirklich nur ein bischen Schnee :(

Sunday, 1 January 2012

Dezember Finale

Als hätte ich es geahnt, verabschiedet sich der Dezember mindestens so dramatisch, wie er begonnen hatte.

Geplant war ja, dass ich es ruhig angehen lasse, mit meinem Kumpel, der gerade aus dem Entzug kommt. Bedingung dafür, dass er hier in der Wohnung übernachten darf war, dass er unter keinen Umständen 1) Drogen ins Haus bringt und 2) welche im Haus nimmt.

Dagegen hat er verstoßen, dachte, wenn er mich darüber anlügt, würde ich es nicht merken.
Für wie dumm halten mich die Leute?
Glaubt er, wenn er ein Mittel nimmt, mit dem sonst Pferde betäubt werden, dann merkt das keiner? Denkt der, man hört und sieht das nicht?

Und dann werde ich auch noch belogen. Als er es schließlich zugibt, darf ich mir anhören, dass ich ja eigentlich froh sein sollte, dass er so ehrlich ist.

Na danke! Da erzählt er noch, dass ein anderer Bekannter mit Problem (der Bruder eines guten Freudes) am Abend zuvor noch fast an seinem eigenen Erbrochenen erstickt wäre, und dann erdreistet er sich, bei mir so eine Nummer abzuziehen.
Wohlgemerkt: Die Konsequenz habe ich ihm von Anfang an klar gemacht. Sollte er was nehmen, muss er gehen.

Drei Monate hat er es angeblich ohne geschafft. Aber zu Weihnachten und Neujahr gönnt er sich da mal eben 3 Gramm.

Was mich am aller wütendsten macht, ist, dass er versucht es so darzustellen, als sei ich diejenige, die überreagiert.

Dabei will ich einfach mit dem Dreck, der Menschen zerfrisst, die ich ansonsten schätze, nichts zu tun haben. Schon gar nicht in meinen eigenen 4 Wänden.
Und wenn sonst niemand konsequenzen zieht, dann muss ich das tun. Ich werde bestimmt nicht wie andere daneben sitzen und so tun als sei da kein Problem.

Tja, Frohes Neues und so.

Monday, 26 December 2011

Unbegreiflich

Ich komme aus einer katholischen Familie. Auch wenn ich selbst mit der Kirche und seinen korrupten Mitgliedern in Führungspositionen nichts am Hut habe, so gibt es doch Werte, von denen ich glaube, dass sie elementar für das menschliche Zusammenleben sind. (Gut, wer jetzt so sehr gegen die Kirche ist, kann sich an dieser Stelle auch auf Kant und den Kategorischen Imperativ berufen.)

Nächstenliebe zum Beispiel. Das bedeutet für mich, andere so anzunehmen, wie sie sind (außer sie sind haßerfüllte, intollerante Idioten, da hört's dann auf), egal welche Hautfarbe, Religion oder Sexualität man hat. Ob man arm ist oder reich.
Und dass man hilft, wenn Hilfe gebraucht wird. Das dann aber nicht, weil man sich selbst in der Rolle des gnädigen Helfers sehen will, sondern weil man es gerne macht.
Wenn ich Menschen helfe, dann weil ich weil ich weiß, dass ich jemandem damit eine Notsituation ersparen kann, oder einfach eine Freude mache.

Oder Respekt. Dass man Vater und Mutter ehrt, sofern diese sich das auch verdient haben. Gibt ja genügend Eltern, die diesen Titel eigentlich nicht verdienen, und ihren Kindern unglaubliches antun.
Aber meine waren immer großartig zu mir, und deshalb verhalte ich mich ihnen gegenüber auch, wie sie es verdient haben.

Und dann das mit dem nicht stehlen und nicht morden. Da dachte ich immer, das versteht sich von selbst.

Alle diese Werte sollten jetzt zur Weihnachtszeit besonders an Gewicht zunehmen. Nicht weil ich glaube, dass vor ca. 2011 Jahren irgendwo eine "Jungfrau" das "KInd Gottes" zur Welt gebracht hat (das ist wohl eher Unsinn), sondern weil man jetzt mal nicht im Arbeitsstress ist (zumindest hoffe ich das für euch!), man die Tage mit denen verbringt, die einem am wichtigsten sind und man sich gegen Ene des Jahres nochmal die Muße geben kann, über das vergangene Jahr zu reflektieren.

Tja, und dann krieg ich Nachricht von einer Freundin, dass zu Hause während des Schlussverkaufes jemand wegen einem Paar Turnschuhe abgestochen wurde und vor Ort verstarb.
Wegen ein paar billiger, minderwertig von Kinderhand gefertigter Turnschuhe, die man an jeder Ecke hinterher geschmissen bekommt, musste jemand sterben. Aus einem der banalsten Gründe überhaupt, muss eine Familie, die gestern noch gemeinsam Weihnachten feierte (bei uns am 25.), nun eine Beerdigung planen.

Weil irgendsoein kleines, dummes A****loch meinte, ein paar besch***ene Schuhe seien es wert, jemandem das Leben zu nehmen.

Und dann schreibt einem die Nachbarin, dass einem Indischen Studenten, der während der Feiertage Urlaub machte, grundlos in den Kopf geschossen wird. Vor seinen Freunden. Weil irgendein Idiot mal sehen wollte wie das ist. Weil irgendein Idiot meinte, mal den starken Mann spielen zu müssen.

Und dann war da der W***ser der in Texas als Weihnachtsmann verkleidet, eine ganze Familie auslöschte, die gerade erst die Geschenke ausgepackt hatte.

Und dann sind da die Horden von kleinen Kackbratzen, die sich auf Twitter und ähnlichen Plattformen darüber auslassen, dass ihre "sch**ß Eltern" ihnen das Iphone in der falschen Farbe gekauft haben, oder nur ein Auto, aber kein Auto, und was denen überhaupt einfalle.


Ist denn ein Menschenleben nichts mehr wert? Haben wir verlernt, uns über Dine zu freuen, und nicht einfach nur grundlos Ansprüche zu stellen?

Ich finde das alles gerade sehr deprimierend.