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Sunday, 10 February 2013

Zwei Hochzeiten und jetzt bloß keinen Todesfall

Innerhalb der letzten zwei Wochen bin ich auf zwei Hochzeiten eingeladen worden, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

1) Meine Freundin M, die vor einiger Zeit in einem Club C begegnet ist, der vor mehr als einem Jahrzehnt bei mir im Philosophie-Kurs saß, hat ihren großen Tag im August. Nach einigen Problemen mit ihrer Familie, scheint sich da alles wieder ins Lot zu bewegen, und als Resultat kann ich es kaum erwarten!
Seit ich davon weiß überlege ich mir schon was ich anziehe, wie ich meine Haare will, Schuhe etc...

2) Freundin L, die Ihren Freund, den sie auf Craigslist vor sechs Wochen kennen gelernt hat, der sie schon nach einer Woche heiraten wollte, und mit dem sie Ende März schon zum Standesamt rennt. Das ganze ist eine furchbar schlechte Idee, nicht nur weil seine Familie traditionell chinesisch ist, und das gar nicht so gut findet, dass sie eben keine Chinesin ist. Darauf angesprochen meinte sie nur: "Ich weiß dass das eine schlechte Idee ist, ich mach es trotzdem. Wenn es schief geht, geht es halt schief". Da darf ich Magenschmerzen haben, oder?

Sunday, 23 December 2012

Oh du fröhliche

Ich bin ja eigentlich ein netter Mensch, der allen immer nur Gutes will. Aber es gibt auch Ausnahmen. Den Verantwortlichen für folgende Begebenheiten, soll dementsprechend der Braten im Hals stecken bleiben:

- Demjenigen, der entschieden hat, eine komplette Abteilung bei meinem ehemaligen Arbeitgeber drei Tage vor Weihnachten ohne Abfindung rauszuschmeißen. Auf der A****loch Skala gibt das eine pralle 10.

-Derjenigen, die meine Cousine (Friseurin) dumm angemacht hat, weil sie es gewagt hat, sich den 21. freizunehmen. Das ist der Geburtstag meines Neffen, und wohl wichtiger als irgendein dummer Haartermin, der auch leicht auf einen anderen Tag verschoben werden könnte. Was ist denn bitte kaputt bei den Leuten?

-Der Freund einer Freundin, der Sie mit einer gemeinsamen Kollegin betrügt, die PS Vita aber trozdem als Geschenk von ihr (der Freundin) annimmt. Bah Pfui!

- Der Frau meines Cousins, die Ihrer Tochter (3 Jahre) zu Weihnachten ein Vileda Putzset kauft. Hauptsache sie weiß von Anfang an wo ihr Platz im Leben ist, oder wie hab ich das zu verstehen???

Mit letzterer darf ich dann morgen Weihnachten feiern. Ich freu mich schon.

Saturday, 1 December 2012

An die Nieren

Facebook ist vielleicht einer der größten Zeitverschwender die es gibt, es hilft aber auch großartig dabei, mich auf dem Laufenden zu halten, was Leute angeht, die ich nun nicht unbedigt perönlich sehen muss. 
Exfreunde zum Beispiel.

Es hat mich unter anderem auch auf die seltsame Begebenheit hingewiesen, die einer Bekannten widerfahren ist:

Seit einiger Zeit ist sie, mit der ich mal enger befreundet war, schon mit ihrem Freund zusammen. Seit dem in etwa, habe ich sie nicht mehr wirklich gesehen und man hat sich aus den Augen verloren. Durch Facebook allerdings, konnte ich ihre Geschichte verfolgen, die alleine statistisch schon bemerkenswert ist. Ihr Freund brauchte nämlich eine neue Niere. Und wer ist der passende Spender? 

Sie! 

Selbst bei Geschwistern liegt die warscheinlichkeit, dass man ein passender Spender ist bei nur etwa 25%.
Dass ausgerechnet die eigene Freundin geeignet ist, macht eine Warscheinlichkeit von wieviel? Kann das mal einer ausrechnen? Ich meine das ist n etwa wie im Lotto gewinnen, außer dass es noch viel viel besser ist.

Was mich aber nachdenklich gemacht hat, ist folgendes: Die Frage, ob man jemandem die eigene Niere geben würde.
Ab wann wird das selbstverständlich? Mit Hochzeit, ab einer gewissen Beziehungsdauer?Wo liegt der Auslöser dafür, dass man sagt: "Dir gebe ich einen Teil meines Körpers".
Das Risiko ist ja schließlich, dass die verbleibende Niere irgendwann versagt, und man keine zweite mehr hat, die einspringen kann.

Würdet Ihr eurem Partner/Partnerin eure Niere geben? 

Wednesday, 3 October 2012

Projekt

Blogs sind so eine Sache, man liest viel Profanes, viel Interessantes, und so manches, was man besser nicht gelesen hätte. Und manchmal lassen Sie uns an Leben von Mensche teilhaben, die irgendwann ein ganz natürlicher Teil unseres Lebens werden.

Und dann liest man einen alten Blog Eintrag von jemandem, den man kennt, und denkt sich, dass sich das alles wie eine Checkliste dessen liest, was man selbst schon alles mitgemacht hat, und stelt fest, dass man selbst vielleicht schon einen kleinen Schritt weiter ist. Und deswegen hab ich mir vorgenommen, die gute etwas an die Hand zu nehmen um zu zeigen, dass es irgendwann auch wieder anders wird. Vielleicht nicht besser, vielleicht nicht schlechter, aber anders auf jeden Fall. Und manchmal, wenn das gleiche immer wieder und wieder passiert, ist anders schon ein wahnsiniger Lichtblick.

Thursday, 20 September 2012

So Monate

Es gibt so Monate, die müssen nicht sein, da knarzt es hinten und vorne, und kaum hat man Baustelle Nummer 1 fertig, reißt es irgendwo anders ein Loch in den Boden. Fast so wie bei den Kölner U-Bahnarbeiten.
September ist so ein Monat, und ich laufe schon die ganze Zeit gereizt herum, wie ein Löwe im Käfig, aufdass der Monat endlich ein Ende findet, damit ich endlich das Werkzeug aus der Hand legen kann.

Es ist so, als ob alle verrückt spielen und eine höhere Macht befiehlt, möglichst viel Stress zu machen, auch wenn es dafür überhaupt keinen Grund gibt. Die Frau ohne Rückrad ist ein Paradebeispiel dafür.
Miss W plant einen Umzug ans andere Ende der Welt, denn bei Ihr spielen auch alle verrückt. Bin also nicht nur ich. Gemeinsam sitzen wir nun da und überlegen, was denn los ist. Drogen im Trinkwasser? Mondkonstellationen?

Habt Ihr sowas auch manchmal?

Sunday, 9 September 2012

Rückgrat

Zu allererst möchte ich mich für die lange Stille entschuldigen, aber bei mir ging es gerade drunter und drüber, hatte Besuch, war mit der Arbeit beschäftigt, und manche Sachen müssen ja auch nicht ins Netz.

Oder so dachte ich zumindest. Denn jemand, den ich eigentlich nur noch als ehemalige Freundin bezeichnen kann scheint dies anders zu sehen. Aber von vorn:

Vor einiger Zeit hatten drei gute Freunde von mir mit ernsthaften Drogenproblemen zu kämpfen. In der Zwischenzeit hatte es auch der zweite geschafft, von dem Mist loszukommen, und bis auf den Dritten, für den der Zug abgefahren ist (sitzt wieder im Knast weil er Fleisch geklaut hat), hatten es beide eigentlich wieder ganz gut auf der Reihe.

Dann kommt die Frau ohne Rückgrat, trifft sich mit mir auf einen Tee und erzählt mir, dass einer der beiden wieder rückfällig geworden ist, sagt woher sie das hat und wie lange das schon gehen soll. Ich habe keinen Grund ihr nicht zu glauben und bin besorgt, sage aber nocht nichts Freund Nummer 1 gegenüber. Erst als ich von einem weiteren Freund aus einer anderen Ecke ähnliche Gerüchte zu hören bekomme, spreche ich Freund 1 darauf an, und zwar wie folgt: "Nur dass du es weißt: folgendes macht die Runde *Gerücht*, ich weiß nicht wieviel davon stimmt, halte aber bitte mal ein Auge drauf."

Ich dachte, bis dato, dass man sich als Freund so verhält. Gestern dann bekomme ich einen Anruf von dem, den das Gerücht betrifft, der meine Mail and Freund 1 gelesen hatte und wissen wollte, was es damit auf sich hat. Ich erkläre, er versteht.Zeitgleich bekomme ich einen Anruf vom Freund von der Frau ohne Rückrad, der mich am Telefon zusammen scheißt, was mir einfällt, solche Sachen über seine Freundin zu verbreiten (ich wurde gefragt woher ich die Info hatte, und habe es dem Betroffenen gesagt). Es tut mir ja leid, aber sie hat mir nunmal erzählt dass er wieder Drogen nimmt. Ich werde einen Teufel tun und ihm nicht sagen, woher ich das habe.

Dass Sie ihren Freund anrufen lässt um mich anzuschreien, ist arm. Noch ärmer ist, dass Sie jetzt öffentlich über mich vom Leder zieht, weil ich angeblich Kindergarten-Gerüchte verbreite.

1. Bin ich nicht Diejenige die solche Gerüchte verbreitet.
2. Kann ich mich selbst verteidigen, und brauche meinen Freund nicht dafür
3. Gehe ich nicht hin und verdrehe die Wahrheit im Freundeskreis, damit es nicht so aussieht als sei ich ein unschuldiges Lamm
4. Stehe ich immer zu dem was ich gesagt habe. Sollte sie auch mal versuchen.

Vom Betroffenen habe ich dann auch noch die bezeichnende Aussage erhalten, dass ich mir keinen Kopf machen sollte, weil er wüsste von wem das käme. Da muss wohl schon öfter Mist aus ihrer Ecke gekommen sein.
Die Frau hat ein Kind. Sie hält sich also für reif genug, ein Lebewesen großzuziehen, und kann mich nicht mal selbst ansprechen wenn sie ein Problem mit mir hat, nein da muss ihr Freund anrufen und mich am Telefon beleidigen. Ganz groß.

Noch besser: Der Betroffene rief bei besagtem Freund an, der Die Sache nochmal erklärt hat, und anscheinend zeigte er sich einsichtig. Eine Entschuldigung habe ich aber nicht erhalten.

Ich weiß, dass ich im besten Interesse meiner Freunde gehandelt habe, und mir nichts vorzuwerfen habe. 
Die einzge Erklärung die ich habe für ihr Verhalten ist, dass sie Mist erzählt hat und jetzt ertappt worden ist.

Tolles Wochenende, oder?

PS: Das ganze war nochmal eine Erinnerung daran, warum ich lieber mit Männern befreundet bin als mit Frauen. So ein hinterf***iges Verhalten ist mir da noch nie untergekommen.

Wednesday, 22 August 2012

1UP

Durch meinen immer noch recht neuen Beruf, bin ich ja bereits in der kurzen Zeit, die ich erst dabei bin, bereits ordentlich rumgekommen.

Die längere Abwesenheit meinerseits lässt sich somit mal wieder damit erklären, dass ich meinen Arbeits Computer dabei hatte, der kein Nummern-Pad hat, und ich zu faul bin da die Umlaute zu kopieren extrem fleißig bin, und mich somit auf Twitter auslasse pausenlos durcharbeite, während ich im Auftrag meines Arbeitgebers die Welt rette versuche, Deutschlands Internetseiten zu verbessern.

Und weil wir alles machen was irgendwie mit Internetseiten zu tun hat ("What is it ******** does? - We make your website awesome!"), war die Gamescom natürlich ein Pflichttermin für uns.

Ich hatte mich tierisch gefreut, dass ich mitdurfte, denn schließlich hab ich schon gespielt, da konnte ich noch nicht mal meinen Namen schreiben. Und weil das ganze auch noch im Einzugsgebiet meines Elternhauses statt fand, konnte ich dabei direkt noch einen Besuch bei der Ehrenwerten Gesellschaft dran hängen. Verwöhnen lassen von Muttern inclusive.

So ein Ausstellerpass ist schon was feines: Nicht nur konnte ich fast eine Woche umsonst Zug fahren, ich hab auch am Presse-Tag kaum anstehen müssen, um mal kurz zu zocken. Leider hatte ich keine Zeit um mich ganz den Knöpfchen hinzugeben, sonst hätte man mich am Ende des Tages noch aus dem Assassins Creed III Stand chirurgisch entfernen müssen.

Ganz toll auch das Cosplay was ich gesehen habe, manche der Kostüme waren fantastisch, manche etwas, sagen wir mal optimistisch angelegt, fand ich super.

RTL meinte aber wohl mal wieder, die üblichen Klischees bedienen zu müssen. Denn mit Klischees haben die es ja.

Nein, nicht alle Gamer stinken. Es gibt mindestens genausoviele die stinken, wie es Nicht-Gamer gibt, die olfaktorische Herausforderungen sind. Und was den Look angeht, Ich würde mal behaupten, dass die, die da waren, in diesem Fall hauptsächlich Schulkids weil unter der Woche und Ferien, grob dem entsprechen, was Durchschnitt ist. Tatsache ist doch: Als Teenager sahen wir doch (fast) alle scheiße aus. Ist so. Liegt an den Hormonen, die uns das Hirn vernebeln und einreden, der Look den wir da gerade haben, das sei jetzt eine gute Idee. Und das Axe-Deo. Herrlich!

Ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass ich zum Beispiel nicht aussehe, wie der klassische Gamer-Stereotyp. Ich rieche auch ganz gut und habe - man soll es kaum glauben! - ein ausgelastetes Sozialleben. In echt, so mit rausgehen und Menschen treffen und so.

Ich find's jedenfalls gut, wenn sich Leute eine Leidenschaft suchen, und über die neue Freunde finden. Wenn es sie anregt, selbst kreativ zu werden ( Kostüme basteln zum Beispiel, oder selber Spiele entwickeln, oder oder oder), wenn es sie dazu bringt sich in den Zug zu setzen und in eine neue Stadt zu fahren. Das ist nämlich mutiger als zuhause mit der Gang das Viertel nicht zu verlassen und Dosenbier auf dem Parkplatz zu trinken, oder hinterm Schwimmbad zu kiffen (das war zu meiner Schulzeit angesagt, da hab ich lieber FFVII gezockt. Mit Freunden).

Aber weil es ja anscheinend immer noch Salonfähig ist, auf Teenagern rumzuhacken, die einem eigentlich nichts getan haben (es sei denn man hat Pech und gerät an einen 14 Jährigen im COD online Channel, in dem Fall: Fire away!), wollte ich das doch mal für alle da lassen, die selbst gerne mal eine Runde zocken:


Monday, 30 July 2012

Manchmal


Manchmal denke ich, dass ich meinen Job nicht mehr lange mache, weil man endlich merkt, dass ich unfähig bin.

Manchmal denke ich, dass man endlich merkt, dass ich meinen Abschluss nur durch Blenderei bekommen habe.

Manchmal denke ich, dass meine Freunde eigentlich auch bald merken müssten, dass ich eigentlich sau langweilig bin.

Manchmal denke ich, dass es auch Steve McQueen so langsam mitbekommen sollte, dass ich weder so gewitzt/süß/intelligent/hübsch etc bin, wie er es von mir zu denken scheint (da ist garantiert Blendwerk im Spiel).

"Und morgen wachst du auf und denkst,
 'in dieser Hose seh ich fett aus!'"
Manchmal denke ich, dass ich selbst zum Katze füttern zu doof bin.

Manchmal denke ich, dass ich meinen Eltern eine unnötige Last bin.

Manchmal denke ich in der U-Bahn, ich würde am liebsten um mich schlagen, weil mir alle auf den Sack gehen.

Absolut immer denke ich, dass die Sau, die mir diesen Mist einflüsstert, sich besser schnell von dannen macht, bevor es hier kracht!

Hat lange gedauert, bis ich zu dieser Erkenntnis gekommen bin.

Sunday, 8 July 2012

Immer wieder Samstags

Ich hatte eine Freundin gefragt, mir beim Zusammenbau meines Bettes zu helfen, weil SMQ immer wieder Ausreden fand um aus der Nummer rauszukommen. Während ich also auf Freundin Nummer 1 wartete, klingelte Mein Telefon. Freundin Nummer 2 hatte Ihren Schlüssel vergessen, Männerprobleme und was weiß ich nicht noch. Sie lud sich also kurzerhand selbst ein. Prima, dachte ich, hab ich direkt noch ein Opfer, das mir beim Schrauben helfen wird. Tja...

Nummer 2 hatte auch eine Flasche Wein dabei, die sie alleine trank als 1 und ich uns ans Abbauen des alten Bettes machten. Als wir mit dem Aufbau des neuen Bettes begannen, war sie auch schon so voll wie ein Seemann nachts um halb eins.
Dass sie dann plötzlich helfen wollte, kam daher auch gar nicht so gut an. Das Bett kam nämlich mit ganz ganz vielen kleinen Einzelteilen. Super, das letzte was ich brauche ist da eine heulende Mitdreißigerin mit einem Alkoholpegel in den Prozentzahlen, die meint mit scharfen Geräten hantieren zu müssen. Ich beauftragte Nummer 1 daher, dafür zu sorgen, dass sich 2 hinlegt und Ruhe gibt, damit ich in Ruhe weiter schrauben kann.

Und was passiert? 10 Minuten später haben die zwei eine Party in meinem Wohnzimmer, beide mit Wein in der Hand, beide einen dummen philosophischen Müll über Freundschaft am brabbeln (total tiefsinnig das Ganze, wirklich), und ich bin mit der Schrauberei alleine gelassen.
Ich schnappe mir also 1 um weiter zu arbeiten. Die faselt mitlerweile irgendein Zeug über Jungs die sie mal in der Schule gut fand und Freunde von daheim, die sich nicht oft genug melden. Undankbar, wirklich!
Dabei ist sie eine so gute Freundin, ja wirklich, wurde mir versichert. Immer wieder. Während ich am Schrauben war.

Kurz darauf dringt Krach aus dem Wohnzimmer zu uns. Ich beauftragte also 1 wieder um nachzuschauen.
2 kickte ihr Ei-Fon durch die Gegend, weil der Typ den sie gut findet ihr schon ganze 10 Minuten nicht geschrieben hat, und sie dadurch ganz klar ignoriert.
In der Zwischenzeit wurde auch schon die Pizza geliefert, die ich eigentlich aus Dank für die Hilfe bestellt hatte. Und nachdem 1/3 davon weg war, dachte man sich, dass man vielleicht mit dem Rest besser wartet, bis ich mit dem Schrauben fertig bin. Danke auch.

Kaum fertig gegessen und geschraubt, wollten 1 und ich auf die Party einer Freundin. Daher lu 2 sich auch direkt einfach mal ein, mit der Aussage, dass Sie ja Ihre Sachen eigentlich auch bei mir lassen kann, und sie dann nächste Woche abholt.
Nee Mausi, ist nicht. 1. Ist Ihre Woche ungefähr 5 Monate lang, und ich will wirklich nicht noch mehr Scheiß der nicht mir gehört in der Wohnung haben, und 2. hatte ich 1 schon zugesagt, dass sie hier übernachten kann, weil sie weiter weg wohnt, und ich keinen Platz habe noch jemanden unter zu bringen.
Und 3. will ich mir nicht noch jemanden ans Bein nageln, der offensichtlich nicht auf sich selbst aufpassen kann. Ich kann von einer 34 jährigen erwarten, dass sie irgendwie nach Hause kommt. Klappt ja sonst auch wenn sie unterwegs ist. Ihr Mitbewohner war ja schließlich auch wieder zuhause, und somit war das mit dem reinkommen kein Problem.

Die Party war dann auch eher so meh, weil die einzige Person die ich kannte (von der Gastgeberin abgesehen), P war, deren liebstes Hobby es ist, sich in den eigenen Depressionen zu suhlen, und jedem der es nicht hören will, zu erzählen wie doof alles ist, dass sie keine Freunde hat etc... Ich bin immer nett zu ihr, aber die ist echt anstrengend.

Beispiel: Buhuuu, meine Freunde laden mich nie ein!
- Ich sage dass wir jetzt fahren, sie aber gerne mitkommen kann, weil wir woanders noch was trinken wollen.
Neee ich bleib noch hier, ich kenn zwar keinen, aber trotzdem!
Und stellt sich (ohne scheiß) in die Ecke (!) und schaut auf ihre Schuhe. Nur um dem Nächsten zu erzählen, dass sie ja keine Freunde hat...

Also sind wir dann nach einer höflichen Stunde wieder weg.
2 wollte sich direkt wieder einladen, aber da bin ich hart geblieben, die hatte nämlich gerade wieder ihren Typen angerufen, und das letzte was ich brauche ist jemand der mir nachts die Bude abreisst.

Als ich irgendwann endlich mit schmerzenden Beinen und Rücken im Bett lag, hab ich drei Kreuze gemacht.

Saturday, 30 June 2012

Ein Schwank aus meiner Jugend

*Disclaimer: Unter gar keinen Umstnden will ich, dass hier irgendwer denkt, ICH hätte die im folgenden Beitrag vermerkten Behauptungen aufgestellt. Hab ich nicht, ich gebe nur weiter, was man MIR gegenüber behauptet hat. DON'T SHOOT THE MESSENGER!*

Es begab sich, vor etwa sechs Jahren, als ich noch in dem Land lebte in dem die Zitronen Blühn', dass ich zufällig auf einer Küchenparty einer Freundin einer damaligen Mitbewohnerin landete. Die wiederum hatte eine Mitbewohnerin.
Sie, etwa Mitte 40, Irin und voll wie ein Freibad bei 30 Grad im Schatten. Von Beruf war die gute Schmuckdesignerin, und nachdem wir über einer Flasche wein diskutiert hatten wer denn wen würde (Johnny Depp= auf jeden. Serge von Kasabian = vielleicht aber nur ohne Bart.), kamen wir irgendwie auf ihre Arbeit zu sprechen. Dabei kam heraus, dass die gute Schmuck macht, den unter anderem auch Hausnummern wie Naomi Watts kaufen. Das fand ich dann schon erstaunlich. Aber noch erstaunlicher war, was die gute, die ja schon eh einen über den Durst getrunken hatte, uns noch erzählte.

Also: Naomi Watts, die wohl von deren Schmuck voll begeistert war/ist, hatte sie an ihre Freundin Nicole Kidmann weiter empfohlen, die sich ds bei einem Dublin-Aufenthalt dann auch mal anschauen wollte. Und weil man Leute kannte die Leute kannten die mit beiden jeweils befreundet waren, hat man, was auch sonst, den Abend damit verbracht, sich ordentlich die Kante zu geben.

Und jetzt kommts: Nicole Kidmann, so die Irin (UND NICHT ICH!!!), soll im Vollsuff angeblich gesagt haben, dass sie voll happy ist, den TC los zu sein, weil sie sich jetzt nicht mehr in den A**** f***** lassen müsste, und dass sie wüsste, dass Katie Holmes ja eh einen Vertrag mit TC hat, um heile Welt zu spielen, damit ihre Kariere ans laufen kommt, und das Kind auch gar nicht beim Sex gemacht wurde sondern im Glas. Und dass sie nach ein paar Jahren, wenn das mit den Gerüchten einmal brach liegt.

Also im Suff war ich damals von der Geschichte mächtig beeindruckt, hab das ganze aber spätestens am nächsten morgen dank dröhnendem Schädel wieder vergessen.

Jedenfalls bis ich heute gehört habe, dass die sich scheiden lassen. Tja.


Sunday, 27 May 2012

Wie Schiffersch***e

Ich wäre auch eingeschnappt. Darüber, dass manche das doof fanden, was da gesagt wurde, und über das doch sehr unreflektierte Fähnchengewedel für einen Staat, in dem man schon dafür verhaftet und gefoltert wird weil man einfach gerne "frei" wäre und das kund tut. Und wenn du halt einfach das Lied gut fandest. Schön. Dann kann ich mich ja auch freuen, dass die Olympiade 36 toll war, denn das war ja auch nur Sport, gell?
Dann darf ich aber doch auch bestimmt sagen, dass ich Folter und Misachtung von Menschenrechten simpelster Art eher scheisse finde, oder?

Und richtig scheisse fand ich auch die Antwort darauf, nämlich, dass wenn man sich wegen allem was einem nicht passt (also Regen zum Beispiel, oder berechtigte Kritik), man ja eh gleich sterben gehen kann. Und ob, wie behauptet, das Erdloch in Afghanistan besser ist, oder sogar die Hütte in Nord-Korea, sollte man vielleicht mal Diejenigen Fragen, die keine andere Wahl haben, als dort zu leben.

Und ganz ehrlich? Allein wegen der unfassbar dummen Aussage, dass man lieber in einer Diktatur leben würde, als einer "Scheindemokratie" wie Deutschland, weil die ja immer alle ganz arg böse zu einem sind, und mit der ganzen Bürokratie einem das Leben so schwer machen, alleine deswegen bin ich am zweifeln weshalb ich Freunde habe die so denken.

Denn das ist einfach nur unfassbar dumm, unfassbar unreflektiert und, ich wiederhole mich: dumm.

Ich war schon immer großer Fan von Immanuel Kant (auch wenn der sicherlich ausbaufähig war).

Der kategorische Imperativ ist auch n meinem Handeln maßgeblich:

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ 

Sprich: Wenn ich gewisse Rechte für mich in Anspruch nehmen will, muss ich wollen, dass eben jene Rechte für alle gelten.

Ich werde daher nicht Fähnchenwedelnd und geifernd einer Farce von "Musikkontest" zugröhlen, der in einem Land statt finded, in dem man besser tot als schwul ist, in dem Unschuldige gefoltert werden, in dem ich alleine dafür verhaftet werden kann weil ich so etwas simples wie Freiheit möchte (etwas, das wir haben und für uns so selbstverständlich ist, dass wir, und vor allem du, es nicht mal mehr merken).
Denn wenn ich mich damit abfinden würde, würde ich mich damit abfinden, dass auch mir das passieren könnte, und es anderen scheißegal wäre. Kann ich das ernsthaft wollen? Eben.

Manchen täte mal ein Blick über den eigenen Tellerrand ganz gut.

Sunday, 22 April 2012

Herzblatt

Gestern war ich mit Leuten von der Arbeit aus. So ein richtig guter Zug durch die Gemeinde.
Irgendwann wärend des Abends aber, krieg ich plötzlich eine Nachricht von einem Freund. Wir sind jetzt nicht soo eng, er ist sehr in sich verschlossen, und obwohl wir uns seit Jahren kennen, bin ich mit anderen gemeinsamen Freunden irgendwie dicker befreundet. So.

Und ausgerechnet der schreibt mir jetzt: "Charlotte, ich fühl mich so einsam, kannst du mir helfen eine neue Freundin zu finden?"

Da war ich dann erstmal baff! Und dann hab ich, voll wie ich war, zugesagt.
Und während ich heute schon angeleiert und geplant habe, hat er mir dabei sein Herz ausgeschüttet, über seine Depressionen und die Trennung von der Ex und und und.

Ich fühl mich ja auf jeden Fall geehrt und so, frage mich aber auch, woher das plötzlich alles kommt.

Thursday, 19 April 2012

Heimspiel

Ich war ja bis vor Kurzem in der alten Heimat. Schön war es dort alte Freunde zu sehen, Verwandtschaft wiederzusehen und neue Verwandtschaft kennen zu lernen, und dabei festzustellen, dass diese neue Verwandtschaft einem nicht nur tausend mal lieber ist, als manch ein alter, bekannter Zweig der ewig puckligen Verwandschaft, sondern darüber hinaus ehrlich einfach nur nett ist.
Schön!
Toll war auch nach weiß ich nicht wie langer Zeit Leute wieder zu sehen, mit denen ich echt nicht gerechnet hätte. Vor allem unter diesen Umständen.
Und dann das Treffen natürlich!

Mädels, es war echt schön mit euch :)

Der Kater ist auch wohlbehalten wieder zuhause angekommen, und langsam kehrt wieder Routine ein.
Steve McQueen hat darüber hinaus verlauten lassen, dass er bald weniger arbeiten muss und mehr Zeit für uns haben wird. Was sich super mit meinem unbezahlten Urlaub trifft.

Am Samstag treffe ich mich auf einen Drink mit den Kollegen, und am Montag mit einer ehemaligen Kollegin, die wieder nach Brasilien gezogen ist. Freundin C., die auch mit uns beiden gearbeitet hat, wird auch dabei sein. Und SMQ sowieso.

Geht doch :)

Thursday, 12 April 2012

And the Bambi for Integration goes to:

Der Integrationsbambi. Dümmster Award der Gegenwart.
Ich muss zugeben, ich bin generell schon kein Freund des Awards, den der Burda Verlag jedes Jahr ziemlich willkürlich zu vergeben scheint. Ist halt eine Veranstaltung der Provinzprominenz, die sich gerne mit gutbezahlten Stars aus UK und US aufhübscht, die ohne eben jene Bezahlung lieber dem Gras beim wachsen zuschauen würden als sich die ganze Schunkelei und Schulterklopferei  anzutun. Warum sollten sie auch, die ganzen Nasen kennt ja auch niemand außerhalb der Bundesgrenzen und der Award ist daher ungefähr genauso beliebt wie der wöchentliche Großeinkauf. Macht man halt.


Den Vogel bei der ganzen Sache schießt man jetzt aber mit dem Integrationsbambi ab. Grundsätzlich finde ich die Idee nicht mal so verkehrt, man könnte sich da ganz prima bei Leuten revanchieren, die Irgendwann mal nach Deutschland gezogen sind, und sich hier besonders hervor getan haben. Oder, wenn man das ganze anders gestallten will, besonders im Deutschtümeln hervor getan haben. Deswegen bin ich ja auch der Meinung, Joppi Heesters hätte den Award eigentlich per Dauerabo verdient, denn das mit dem Deutschtümeln hatte der schon seit den Zeiten Kaiser Wilhelms ziemlich gut drauf. Aber der lebt ja jetzt nicht mehr.


Statt dessen vergibt man den Award and Bushido und Mesut Özil, und damit hab ich ein Problem.
Fangen wir mal bei Özil an:
Wie wir alle wissen, hat der den Award bekommen, weil er sich in der deutschen Fußballnationalmannschaft so hervor getan hat. Dafür kann er ja auch ruhig einen Bambi kriegen (es gibt ja auch Leute, die kriegen einen nur für's Auftauchen). Warum aber sollte er dafür einen Integrationsbambi kriegen???
Um in der Nationalmannschaft zu spielen, muss man nämlich Deutscher sein, und so weit ich weiß, ist Özil das schon seit immer. Er ist also deutsch genug, um in der deutschesten Institution Deutschlands zu spielen. 
Und das schon seit er geboren ist. Wo muss sich denn ein Deutscher in Deutschland integrieren??? 
Haben der Kahn, oder der Sepp Meier, oder sonst einer der Münchener Lederhosenträger jemals einen Integrationsbambi bekommen? Nein, oder? Ist ja auch dumm einem Deutschen einen Bambi für Integration zu geben. Beim Özil macht man das aber trotzdem, denn der ist ja wohl trotz Pass und allem was er für die Mannschaft getan hat, immer noch nicht Deutsch genug. Pardon, aber ich muss mal kurz kotzen gehen.


Und dann Bushido. Bushido hat auch einen deutschen Pass, und eine deutsche Mutter. Und ein sehr langes, deutsches Vorstrafenregister. Und die Musik, so haben wir vor ein paar Jahren festgestellt, ist auch zum Teil geklaut. Mit solchen Attributen muss man natürlich einen Award bekommen, vor allem den Integrationsbambi. Da riecht man doch förmlich die Verzweiflung der Veranstalter, jetzt irgendwen mit Migrationshintergrund (ekelhaftes Wort, haben Menschen aus den neuen Bundesländern, die in die alten gezogen sind, auch Migrationshintergrund? Ich müsste ja eigentlich auch den Zusatz bekommen, bin schließlich selbst Migrant, wenn auch aus Deutschland raus.) zu finden, dem man dann toll in der Presse auf die Schulter klopfen kann. Und der Bushido, der war doch schon in den Talkshows so kuschelig, den kann man doch ruhig nehmen, der beißt auch bestimmt nicht!


Und da sitzen sie dann jedes Jahr, die einzigen Gäste mit "Migrationshintergrund" zwischen den ganzen Mutter Beimers und Stoibers der Nation.


Wieso kriegt zum Beispiel Rod Gonzales von den Ärzten keinen Bambi? Der ist schließlich Chilene, wissen auch nicht viele. Chilenen sind aber als Bevölkerungsgruppe zu integriert (= machen nicht genug Probleme, die die Bild für berichtenswürdig hält), um einen Bambi zu bekommen. 
Schade eigentlich.
Oder Bruce Darnell, der so gut integriert ist, dass den außerhalb Deutschlands erst gar keiner kennt.


Oder oder oder..
Ich hab ja auch noch einen Vorschlag. So aus eigenem Interesse. Ich schlage daher Freundin M vor, die trotz permanentem latenten Rassismus ihr gegenüber die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt hat.
Trotz der ganzen dummen Fragen ("Wie du studierst? Ich dachte du wärst Türkin?"), der ganzen Kofferdurchsuchungen, der sie als Einzige Unterzogen wurde, und trotz der Verminderten Chancen, in Deutschland zum Einstellungsgespräch eingeladen zu werden, wegen ihres Nachnamens, trotz ihres guten Uni-Abschlusses. Und obwohl ihre Eltern deutscher sind, als alle Deutschen, die ich kenne, bis auf den Pass halt. So sieht man ihren Vater zur WM zum Beispiel grundsätzlich im Deutschlandtrikot (außer wenn die Türkei spielt, da ist man dann zwiegespalten), der Jeden als "Arschgeier!" bezeichnet, der es wagt, gegen Deutschland ein Tor zu schießen "Ey hast du gesehen? Dat gibt dat Nisch!" Und das Haus mit Fahnen des lokalen Fußballclubs dekoriert. Und zu Karneval das Trikot des Vereins anzieht, und einfach als sich selbst geht. Warum auch nicht? 
Eigentlich, wenn ich es mir recht überlege, sollte auch M. den Award nicht kriegen, die ist schließlich auch bald Deutsche. Statt dessen sollten ihre Eltern den kriegen. Denen ist es schließlich zu verdanken, dass Freundin M jetzt bald ihren Master macht. Und die Schwester ihr Fachabi und eine Ausbildung.
Eigentlich sollten alle Eltern einen Award kriegen, die dafür sorgen, dass ihre Kinder in einem guten Umfeld aufwachsen und was aus sich machen egal mit welchem Hintergrund, egal in welche Richtung. DAS ist nämlich Integration, und die hat nichts mit Abstammung zu tun.
Meine Stimme hätten sie.

Friday, 6 April 2012

Letzte Vorbereitungen

Morgen geht es zu meinen Eltern. Anders als bei anderen, kann ich mich dafr nicht mal eben ins Auto setzten, sondern jeder Besuch erfordert akribische Planung.
Inclusive:
Flug/Zugticket buchen.
Katzenpension buchen.
Katerchens Impfungen auffrischen (1x pro Jahr).
Taxi 1. Zur Pension, 2. dann zum Flughafen/Bahnhof buchen.
Koffer packen.
Kater in Transporttasche stecken.
Hoffen, dass er die Fahrt durchhllt, und nicht kotzt.
Hoffen, dass falls doch, der Fahrer uns trotzdem noch wenigstens bis zur Pension fährt.
Hoffen, dass kein Stau auf dem Weg zum Flughafen ist.
Den Eltern sagen, wann ich ankomme, und drauf bestehen, dass Vattern pünktlich ist, und nicht wieder unaufgefordert mit 45 Minuten Verspätung rechnet.

Ich freue mich schon darauf, endlich alle wieder zu sehen, vor allem meinen Neffen, der ständig fragt, wie es "Mietzekatze Sid" geht, meiner Freundin M., die ich auch schon ewig nicht gesehen habe, meinen Onkel aus Amerika, den ich per Google gefunden habe, und auch meine Eltern natürlich!

Und dann ist da ja auch noch das LOTB - Treffen in Düsseldorf.

Ich freu mich schon so!

Saturday, 24 March 2012

Welle

Gestern fing dann die große Entlassungswelle an. Statt der angekündigten 10-12 pro Schicht waren es 24. Darunter auch Freunde von mir. Alles in allem ein Dreckstag für alle. Wir sind am Montag dran. Chancen bestehen, dass ich bleiben kann, aber wenn nicht, dann ist das auch kein Beinbruch, denn ich habe vorgesorgt. Im Mai soll es dann wieder mehr zu tun geben, hätte ich bis dahin also nichts neues gefunden, könnte ich immer wieder zurück. Bis ich aus dem Urlaub komme, werde ich mich damit allerdings nicht groß stressen.
Mehr leid tut es mir für die anderen, viele sagen, sie werden in die Heimat zurückkehren, wenn sie gezwungen sind zu gehen. Sich so sehr auf einen Vertrag wie unseren zu verlassen, dass man gezwungen ist, solche Maßnahmen zu ergreifen, kann ich ehrlich nicht ganz nachvollziehen. So ist das mit einer Vollzeitanstellung auf 0-Stunden Basis nunmal. Wenn man gebraucht wird, hat man zu tun, wenn nicht, muss man umdisponieren können.
Wir werden sehen, was passiert, aber im Großen und Ganzen bin ich gelassen. Unsere Ausgangssituation ist besser als die Anderer, und ändern kann man daran eh nix. Und ganz ehrlich: Bei dem aktuellen Wetter gibt es schlimmeres, als im Sommer nicht um 6 Uhr aufstehen zu müssen.

Friday, 9 March 2012

Die verlorenen Jungs - update

Da erfährt man dann vom dem, der es raus geschafft hat, dass das Ganze schon seit 2 Jahren so geht.

Dass der andere Leute überfällt, einbricht, und selbst seinen besten Freund beklaut.

Dass er regelmäßig wegen Infektionen im Krankenhaus ist.

Dass er im Knast warscheinlich nur noch tiefer rein rutschen würde.

Dass es nicht "nur" Heroin ist, sonder auch Crack. Scheiße.

Dass er das ganze demjenigen zu verdanken hat, der auch schon selbst Schlagzeilen gemacht hat, weil er Mitte der 00er Jahre mit einem Model zusammen war, deren Nase ein Gespür für Schnee hat(te).

Dass er wirklich so dumm war, gerade von dem Volltrottel auch nur irgendetwas anzunehmen.

Dass es schon länger geht als gedacht.

Dass er viel mehr getäuscht hat, als wir alle dachten.

Dass man sowas nicht unbedingt merken muss, jedenfalls nicht am Anfang.

Dass wenn man es merkt, die Kacke schon am dampfen ist.

Dass es wirklich jeden Treffen kann, egal wie der familiäre Hintergrund.

Dass man immer denken wird, man könne etwas tun.

Dass nur er alleine etwas tun kann.

Dass er das warscheinlich nicht wird.

Dass ich damit rechnen muss, noch vor dem Ende dieses Jahrzehnts Freunde begraben zu müssen.

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Muss ich jetzt erstmal alles verdauen.

Thursday, 1 March 2012

Die verlorenen Jungs

Ich hab ja schon mal berichtet, dass Freunde von mir vom rechten Weg abgekommen sind, und sich fleißig ihr eigenes Grab schaufeln.

Verlorene Jungs im wahrsten Sinne des Wortes - leider.

Um so schöner ist es dann, von einem der Betroffenen zu hören, dass er die Stadt verlassen hat, seinen Eltern seine Sucht eingestanden hat, erfolgreich entzogen hat, und bald ein Studium anfängt.

Zwar haben so einige andere schon vor ihm behauptet, jetzt ernst machen zu wollen, aber keiner von denen schien sein eigenes Problem so gut erkannt zu haben. Es hat sich jedenfalls niemand sonst so konsequent der Quelle des Elends entzogen wie er.
Seine beiden besten Freunde hängen immer noch sau tief drin, die einfach aus seinem Leben auszuschließen, bedeutet einen riesen Schritt.

Ich bin so froh, dass aus der Ecke endlich gute Nachrichten kommen!

Saturday, 7 January 2012

Glück und so Sachen

Manchmal, sieht die Welt um einiges besser aus als sie das sonst tut. Quasi das Freitagabend-Make up-Phänomen. Denn da seh ich (zurechtgebretzelt) ja auch besser aus als, sagen wir mal, donnerstag nachmittag nach der Arbeit im Zug.

Heute ist bislang so ein Tag (oh Liebelein, schrei es nicht zu laut! Der Tag ist doch noch so lang...).
Mit SMQ läuft bislang alles bestens, er entschuldigt sich permanent für den Stress, den er mir bereitet hat, und ich nehme ihm das sogar ab.
Am Mittwoch gehen wir, als Zeichen seinerseits sich anstrengen zu wollen, dahin.

Deshalb bin ich heute mit dem Rad in die Stadt gefahren, um mir was schönes zum anziehen zu kaufen. Wenn er sich um mich bemüht, dann kann ich mich schließlich auch etwas aufhübschen.
Dabei kam heraus: ein neuer Mantel, eine neue Mütze und ein neues Kleid <3.
Ja ich gebe zu: Einkaufen (sofern ich es mir leisten kann) macht mich glücklich.
Ich glaube das liegt daran, dass ich eher Jäger und Sammler bin, als eine die zu Hause die Keule schwingt und auf die Beute vom Tag wartet.

Ich habe also meine Beute heute durch den Sonnenschein (tolles Wetter) wieder nach Hause geradelt.

Dadurch fühlte ich mich danach direkt besser, weil ich mr ja vorgenommen hatte, nach der ganzen Weihnachtsfresserei etwas aufzupassen. Beim Radeln mit meiner alten Mähre fühle ich mich nämlich, als hätte ich alle 100m mindestens 500 Kalorien verbrannt.
Und dass das Schwachsinn ist, weiß ich. Will ich aber nicht hören.

Nacher radle ich dann noch zu meiner Wöchentlichen Verabredung mit dem Asiaten meines Vertrauens, wo ich mich dann auch wieder 1. wegen dem Radeln gut fühle, und 2) ja gar eh voll gut dran bin, wenn ich sowieso nur Soja Bohnen und Grillhähnchen esse. Und deren gratis Klatschzeitschriften lese. Muss ja wissen über wen die Welt sich diese Woche lustig macht!

Morgen dann kommt eine Freundin zum Essen vorbei, die nur 1) Roh ist und 2) Vegan. Das heißt da hab ich dann auch wieder total auf meine Gesundheit geachtet, kann mir selbst auf die Schulter klopfen, und mit gutem Gewissen den Schokonachtisch verspeisen, den Miss White letztens bei mir vergessen hat.

Geht doch :)

Sunday, 1 January 2012

Dezember Finale

Als hätte ich es geahnt, verabschiedet sich der Dezember mindestens so dramatisch, wie er begonnen hatte.

Geplant war ja, dass ich es ruhig angehen lasse, mit meinem Kumpel, der gerade aus dem Entzug kommt. Bedingung dafür, dass er hier in der Wohnung übernachten darf war, dass er unter keinen Umständen 1) Drogen ins Haus bringt und 2) welche im Haus nimmt.

Dagegen hat er verstoßen, dachte, wenn er mich darüber anlügt, würde ich es nicht merken.
Für wie dumm halten mich die Leute?
Glaubt er, wenn er ein Mittel nimmt, mit dem sonst Pferde betäubt werden, dann merkt das keiner? Denkt der, man hört und sieht das nicht?

Und dann werde ich auch noch belogen. Als er es schließlich zugibt, darf ich mir anhören, dass ich ja eigentlich froh sein sollte, dass er so ehrlich ist.

Na danke! Da erzählt er noch, dass ein anderer Bekannter mit Problem (der Bruder eines guten Freudes) am Abend zuvor noch fast an seinem eigenen Erbrochenen erstickt wäre, und dann erdreistet er sich, bei mir so eine Nummer abzuziehen.
Wohlgemerkt: Die Konsequenz habe ich ihm von Anfang an klar gemacht. Sollte er was nehmen, muss er gehen.

Drei Monate hat er es angeblich ohne geschafft. Aber zu Weihnachten und Neujahr gönnt er sich da mal eben 3 Gramm.

Was mich am aller wütendsten macht, ist, dass er versucht es so darzustellen, als sei ich diejenige, die überreagiert.

Dabei will ich einfach mit dem Dreck, der Menschen zerfrisst, die ich ansonsten schätze, nichts zu tun haben. Schon gar nicht in meinen eigenen 4 Wänden.
Und wenn sonst niemand konsequenzen zieht, dann muss ich das tun. Ich werde bestimmt nicht wie andere daneben sitzen und so tun als sei da kein Problem.

Tja, Frohes Neues und so.