Tuesday, 30 June 2009

Unschluessig

Gestern war ich bei Terry zum Grillen eingeladen. Nachdem Fleischberge ihren Weg auf den Rost und von dort in unsere Maegen gefunden hatten, wurde es Zeit, durch Rio Limonade und Eiscreme beschwingt, der amerikanischen Kulturimperialistin zu zeigen, was die deutsche Bravo-Musikwelt in den 90ern so auf dem kasten hatte.

Zur Auswahl standen:



Unglaublich furchtbar, wer hat sich nur diese Choerographie ausgedacht? Und standen Frauen damals wirklich auf Maenner mit Poscheitel und Bauchfrei Hemdchen?

dann gab es da noch:


Da bin ich eigentlich fast sprachlos ob dieses Mangel an Talent. Und ja das ist Daniel Aminati, der Typ von Prosieben. Der hat damals uebrigens auch im Video von K2 Der Berg ruft getanzt. Ruhig mal googlen.

Und zum Abschluss dann: Worlds Apart




Jau also zwischen meinem Geschmack und deren liegen nun wirklich Welten.
Aber die Frage ist nun: Was ist jetzt das groessere Uebel wenn man zwischen den dreien Waehlen muss?

Friday, 26 June 2009

zum Ersten und zum Letzten

Ich kann mich noch ziemlih gut daran erinnern, wie ich zum ersten mal mit MJ in Beruehrung kam. Ich muss so etwa 2 oder drei gewesen sein (ja da kann ich mich wirklich dran erinnern), und hatte damals meine "Tanzdecke". Regelmaessig haben Muttern und ich naemlich zu den Platten der Zeit unsere Hueften geschwungen, und in meinem Fall ging das nur wenn ich a) Meine braun/beige Tanzdecke mit Schaefchen-Aufdruck hatte, b) dabei meinen tuerkisfarbenen Adidas Trainingsanzug anhatte, was natuerlich die falschen Rayban Aviator in pink, und das Stirnband miteinschloss. Waren halt die 80's. Mit dem Moonwalk hat es leider nie so geklappt, aber man kann ja nicht alles haben.
An diese Szene musste ich auch Montag denken, als ich mit Freunden im Keller sass um Platten zu hoeren. T. hatte "off the wall" aufgelegt. Don't stop till you get enough. In diesem Fall hatte wohl einer schon seit langem zuviel...

Seltsame Wendungen

Ich komme von der Arbeit nach Hause, den ganzen Tag war ich von einer Ecke der Stadt in die nächste unterwegs, durchgeschwitzt. Ich setze mich vor meinen Laptop und will meine Blogroll durchgehen, da poppt ein fenster auf: Was machen du und ich denn bei so schönem Wetter vor der Kiste? Hast du Lust dich mit mir zu einer Flasche Prosecco zu treffen? Ich sage zu. Es ist nicht T., denke mir aber, etwas Abwechslung könne nicht schaden. Was soll ich sagen? Es ist perfekt. Er unglaublich höflich, sehr eloquent. Weiß, wie man Frauen behandeln muss. Der Ort, könnte nicht besser gewählt sein. Ein Park mit einem Hügel, der Ausblick bietet auf das Panorama der Stadt. In der Ferne sieht man ein Riesenrad. es wird dunkel. Er liest mir vor aus dem Ovid - den Narziß. Eines meiner Lieblingsgedichte. Ich denke an T. Frage mich ob ich einfach ignorieren sollte dass mein Begleiter nicht derjenige welcher ist. Kann es nicht. Fühle mich gefangen, ich sollte es besser wissen, und trotzdem.
Bei der Verabschiedung klingelt das Telefon, und rettet mich vor unangenehmen Situationen. "Michael Jackson ist tot!" plärrt es mir entgegen. Biggie, das aufgescheuchte Huhn (es ist ein Mann wohlgemerkt), kann es nicht glauben. Mein Begleiter schaut auf seinem Multifunktionskaffeekochtütenklebetelefon nach und findet nichts. Ich beruhige ihn, man habe ihm einen Bären aufgebunden. Ich mache mich auf den Weg nach Hause, rufe Terry an. Sie lacht mich aus wegen meinem "Date". Wir unterhalten uns, legen auf. Es klingelt, Terry: Sie wisse noch nicht ob es stimmt, aber T. habe ihren Freund angeschrieben und- mein Herz setzt aus, endlich die erlösende Nachricht?- Michael Jackson sei gestorben. Ich muss wohl oder übel noch weiter leiden.
Er hat es hinter sich. Arme Sau.

Thursday, 25 June 2009

I'm a celeb, gemme outta here!

Oh boy! Gestern hatte ich ein Date. Ja das soll selbst bei mir ab und zu mal vorkommen, wenn auch eher selten (jetzt mal ehrlich Jungs, was ist kaputt bei euch?). Und dann sowas: Man hatte sich Sonntag bei der Arbeit kennen gelernt, und ich hab mir gedacht, gut es ist jetzt nicht der Herr T., aber man kann sich ja anderweitig vergnuegen bis der Herr es endlich rafft. Daraus wird jetzt wohl nichts. Als ich beim Treffpunkt ankam, hatte ich schon keine Lust mehr: Nicht nur warf er sich mir in zahlreichen Sms wie das Karnickel vor die Flinte, der hatte auch noch exakt die gleiche Klamotte an wie am Sonntag! Das ist sowieso schon ein no go, aber bei den derzeitigen Temperaturen... Nee echt nicht. Und dann ging es los: Die ganze Zeit geschwafel darueber wieviel er trinkt (zuviel), seine Lieblingsbar (in der man Crack verkauft) und seine Band, die ich mir ja unbedingt mal anschauen muss (oder auch nicht), weil die Ja Cream und Hendrix covern. Den Vogel schoss er aber ab, als er sich in einer Bar von so nem Ami hat anlabern lassen, der nichts als Stuss von sich gegeben hat, worauf hin ich komplett ignoriert wurde. Selbst die Maedels an der bar haben mich bemitleidet. Ich bin dann aufs Klo geflohen von wo aus ich panisch eine sms an Terry schickte die alla: Du! Komm! Nach! Hause! SOFORT!!!11!!1!11 Omma is tot Manier ein paar Minuten spaeter anrufen sollte um mich aus der misslichen Lage zu befreien. Der Stiesel hatte aber nix besseres zu tun als sich den ganzen Tag Terry Hall Videos anzuschauen, wobei sie das Telefon komplett ignorierte. Dem entsprechend lange musste ich also ausharren. Und mir noch mehr Mist anhoeren. Dann endlich kam der befreiende Anruf und ich fuhr zu ihr um eine entspannte Folge Johnathan Creek zu schauen. Schneider Schneider Popeider

Wednesday, 24 June 2009

Damals

Ab und zu ueberkommt es mich und ich denke an die Zeit in der es im Fernsehen nur 5 Programme gab, meine Omas noch schwarz weisse Mattscheiben hatten, Im Zoo noch die alte Lok stand auf der man klettern durfte ohne das irgendein Weltverbesserer Verein meinte es sei zu gefaehrlich und man im oertlichen Suesswaren-Laden noch Schokozigaretten kaufen konnte.
Ich habe diese Dinger ja geliebt. Bis heute allerdings habe ich nicht begriffen, wie man sie ordentlich aus dem Filterpapier schaelen sollte, denn das hat nie so richtig geklappt. Irgendwann hab ich mir dann gedacht: was solls und das Papier einfach mit gegessen. Kindlicher Saumagen und so... Manchmal wuensche ich sie mir zurueck. Denn in einer Zeit wie der heutigen in der sich jeder sofort auf den Schlips getreten fuehlt, weil man immer in der Sorge um etwas ist, sei es eine drohende katastrophe durch potentielle Gesundheitsrisiken (siehe Kletterlok), die Angst irgendwem aufzustossen durch die Aeusserung der eigenen Meinung und der permanenten Paranoia der man sich durch die Unsichertheit der heutigen Zeit aussetzt.
Da lobe ich mir die Unbeschwertheit meiner Jugend, in der ich mit Schokozigaretten in der Gesaesstasche meiner Shorts, mit meinem Holzroller den Huegel runter sausste, um rechtzeitig zum Grillen mit aufgeschlagenen Knien wieder im Garten aufzukreuzen.
Als man sich noch nicht darum scherte dass gegrilltes Fleisch eventuell krebs macht (nicht dass ich da scharf drauf waere). Als meine Cousine Haare hatte, die Robert Smith Konkurrenz machen wuerden.
Als noch nicht jeder einen auf Gutmensch machte.

Sunday, 21 June 2009

Glücksritter

Habe das ubestimmte Gefühl, dass sich mein Glück zum besseren wendet, aber noch ist nichts spruchreif...

In der Zwischenzeit:




:D

Saturday, 20 June 2009

Es reicht...

Ich befinde mich in einer Zwickmühle: Ich habe keine Lust auszugehen, weil es mich nervt angepöbelt zu werden. Es nervt mich raus zu gehen und keinen Spaß zu haben weil ich die Leute im Lokal nicht mg, die Athmosphäre nicht mag und mich unwohl fühle. Aber zu Hause bleiben will ich auch nicht, denn da bin ich allein, mit meinen Problemen konfrontiert, die ich alleine nicht lösen kann, weil ich sie nicht verursacht habe. Der einzige Lösungsansatz wäre sich jedes mal aufs neue raus zu schleppen. Also stehe ich vor dem Spiegel, mache mich zurecht. Gehe hinaus in eine Welt die nicht meine ist. Sehe mich um und stelle fest dass ich nicht Teil des Treibens bin dass hier passiert. Irgendetwas fehlt mir, ich weiß nicht was es ist, aber es unterscheidet mich von den anderen, denen die ihr Leben leben und voran kommen, wärend ich immer noch auf der Stelle trete. Das Schicksal meint es nicht gut mit mir. Alles was ich selbst beeinflussen kann läuft gut, aber der Teil über den ich keine Kontrolle habe, wirft mir immer wieder Steine in den Weg. Wie gerne würde ich voran kommen, endlich weiter machen, aber man lässt mich nicht. Enttäuschung folgt Enttäuschung, dabei bin ich nicht naiv. Eher zynisch und ich hasse es. Ich muss es sein, will es aber nicht.
Alleine auf dem Heimweg werde ich angepöbelt. Es macht mir schon nichts mehr aus, ich bin es gewöhnt. Man wird beschimpft, man wird obszön angemacht. Ich reagiere schon nicht mehr. Alleine die Tatsache dass es mich nicht mehr verstört deprimiert mich. Es sollte nicht so sein müssen, es müsste einen Ausweg geben, aber jede Tür wird mir vor der Nase zugeschlagen.
Daheim bleiben ist keine Lösung, denn die Stille erdrückt mich. Die Wände die mich anschweigen, das nichts das mir sagt dass ich versage. Ich fühle mich wie ein ertrinkender der versucht sich frei zu schwimmen aber nichts als Wasser sieht.
Warum spielen wenn man nicht gewinnen kann?